Zsun: OpenWRT auf einem kleinen WLAN-SD-Kartenleser

Der Warschauer Hackerspace will einen schön kleinen WLAN-SD-Kartenleser OpenWRT-tauglich machen(öffnet im neuen Fenster) . Damit soll sich das Gerät, das einfach an einen USB-Port für die Stromversorgung gesteckt werden kann, für allerhand Spielereien eignen. So lässt sich etwa mit finanziell geringem Aufwand Mesh-Networking ausprobieren. Dank der Unterstützung mehrerer simultaner WLAN-Interfaces ist der Kartenleser auch als Router, Access Point oder Repeater geeignet. Auch als Tor-Service oder Grundlage für IoT-Geräte ist der Zsun Card Reader nutzbar.
Die Hardware bietet in dem Kleinstformat immerhin 64 MByte RAM sowie 16 MByte Flashspeicher. Zusätzlich steht natürlich noch der Kartenleser für SD-Karten selbst zur Verfügung. Ein Atheros AR9331(öffnet im neuen Fenster) dient als System-on-a-Chip (SoC).
Hilfreich für die Entwicklung war die Original-Firmware des Kartenlesers von Zsun. Die ist laut den Hackern voller Sicherheitslücken. So ist etwa eine Shell-Injection möglich. Eine SSID wie 'reboot' sorgt dafür, dass der Kartenleser einen Neustart durchführt. Angenehmer ist aber vermutlich der Root-Zugriff auf das Gerät via Telnet(öffnet im neuen Fenster) mit dem Passwort zsun1188. So lässt sich die Firmware leicht aktualisieren(öffnet im neuen Fenster) . Bisher wurde in der Entwicklung Hardware für den Flashvorgang verwendet. OpenWRT in der Version Chaos Calmer wurde bereits portiert. Es fehlen aber noch einige Tests.
Die Hardware selbst ist natürlich nicht so fähig wie ein großes Gerät. Technische Daten sind etwas spärlich, doch aus den Datenblättern geht hervor, dass das Gerät 802.11n auf 2,4 GHz beherrscht – aufgrund der Größe natürlich nur in einer 1x1-Antennenkonfiguration. Das SoC taktet mit 400 MHz. Die USB-Schnittstelle ist auf Version 2.0 begrenzt. Prinzipiell kann der Chip noch mehr, doch das ist auf dem SD-Kartenleser nicht ausgeführt.



