Direkt auf dem Weg vom Flughafen in Las Vegas zu unserem CES-Hotel sind uns aus unserem normalen Taxi mit Fahrer die merkwürdigen kleinen Autos aufgefallen: kantige Kisten, die von vorn wie hinten gleich aussehen und kein Lenkrad haben. Die Passagiere sitzen einander auf zwei Bänken gegenüber, an beiden Seiten sind große Schiebetüren eingebaut.
Es handelt sich um autonome Robotaxis von Zoox , einem seit 2020 zu Amazon gehörenden Unternehmen, das fahrerlose Taxis entwickelt. Im September 2025 bekam Zoox(öffnet im neuen Fenster) die Erlaubnis, in Las Vegas seine autonomen Autos fahren zu lassen – jetzt, zur CES sind sie nahezu überall auf dem Las Vegas Strip zu sehen.
Die Fahrzeuge sind von Zoox als selbsttätig fahrende Taxis entwickelt worden und ähneln früheren autonomen Taxis: Sie sind mehr oder weniger rechteckig und haben keine erkennbare Front- oder Rückseite. Zusammen mit den beiden gegenüberliegenden Sitzbänken ergibt sich ein symmetrisches Bild, das sich komplett von herkömmlichen Autos unterscheidet.
Design der Zoox-Taxis ist sinnvoll
Das finden wir durchaus sinnvoll: Ein Robotaxi muss nicht wie ein normales Auto aussehen, da es keinen Fahrer und in der Regel auch keinen Verbrennermotor gibt. Auch hinsichtlich des Platzangebots ist das Design sinnvoll. Die Autos sind als Fortbewegungsmittel innerhalb der Stadt konzipiert und legen den Fokus auf Komfort und Platz für die Passagiere, weniger auf Platz für viel Gepäck. Zoox unterscheidet sich in diesem Punkt stark von der Konkurrenz wie Waymo, die umgerüstete Jaguar E-Paces verwenden.
Wir haben uns also die Zoox-App auf ein Pixel-Smartphone mit US-Google-Konto heruntergeladen und sind durchs abendliche Las Vegas gefahren. Das Konzept hat uns gefallen: Die Fahrt ist komfortabel, mit Extras wie Musik und einem LED-Sternenhimmel, und fühlt sich vertrauenswürdig an – ein nicht unerheblicher Faktor bei autonomen Taxis.
Bild 1/17: Ein Zoox im Abholbereich eines Hotels in Las Vegas (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/17: Unser Zoox nach der Ankunft im Abholbereich - einsteigen durften wir zunächst noch nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/17: Im Zoox ist es komfortabel: Die Passagiere schauen sich an, die Beinfreiheit ist gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/17: Jeder der vier Sitzplätze hat einen Bildschirm, über den die Klimaanlage und Musik gesteuert werden kann. Außerdem wird die Ankunftszeit angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/17: Über jeder Sitzbank ist eine Leiste mit Leselampen und einem Alarmknopf eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/17: Das Zoox ist symmetrisch aufgebaut - entsprechend macht es keinen Unterschied, auf welcher Seite man sitzt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/17: Zwischen den Sitzplätzen sind Becherhalter und drahtlose Ladepads eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/17: Die kleinen Armlehnen haben USB-C-Anschlüsse für das Aufladen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/17: Das Dach hat zwei Panoramafenster, den Himmel zieren zahlreiche blinkende LEDs. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/17: Ein Zoox wird über die App bestellt. Wie bei Uber und anderen Fahrdiensten wird angezeigt, wann wir ankommen. (Screenshot: Golem)
Bild 11/17: Die App zeigt außerdem Details zur Fahrt an. (Screenshot: Golem)
Bild 12/17: Bei der Ankunft sucht das Zoox einen guten Platz, um uns aus dem Auto aussteigen zu lassen. (Screenshot: Golem)
Bild 13/17: Zoox hat seine Robotaxis selbst entwickelt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/17: Ins Fahrzeuginnere gelangt man durch Schiebetüren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/17: Ein Zoox sieht von vorn wie von hinten gleich aus. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/17: Im lebendigen Verkehr von Las Vegas scheinen die Zoox-Taxis problemlos voranzukommen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/17: In Las Vegas fahren die Zoox-Taxis auch den belebten Las Vegas Strip auf und ab. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Gerufen wird ein Zoox über die App; in der Testphase sind die Fahrten kostenlos, was erklärt, weshalb wir 25 Minuten auf unser Robotaxi warten mussten. Vor allem während der CES scheinen Fahrten im Zoox sehr gefragt zu sein. Ursprünglich wurde uns sogar eine Wartezeit von 47 Minuten angezeigt, ein Kunde vor uns ist aber offenbar nicht rechtzeitig erschienen, weshalb das Auto schneller als geplant bei uns war.