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Zoom und Teams: Tool bedeckt nackte Unterkörper in Videokonferenzen mit Hose

Ein Softwareentwickler unterhält sich in Videokonferenzen gern mit heruntergelassener Hose. Ein Tool bedeckt virtuell das Nötigste.
/ Oliver Nickel
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Ohne Hose können Videokonferenzen unangenehm werden. (Bild: Pixabay.com)
Ohne Hose können Videokonferenzen unangenehm werden. Bild: Pixabay.com / Pixabay License

Das Homeoffice hat für viele Menschen Vorteile: Nervige Kollegen sind weit weg und stummschaltbar, der Arbeitsweg vom Bett zum Computer ist nur wenige Sekunden und eine Tasse Kaffee lang, und es interessiert niemanden, ob eine Hose getragen wird oder nicht - bis man vom Tisch aufsteht und die nackte Realität für alle Kollegen online zu sehen ist.

Der Softwareentwickler und Youtuber Everything Is Hacked(öffnet im neuen Fenster) hat daher ein kleines Tool(öffnet im neuen Fenster) geschrieben, das Hosen auf Unterkörper retuschiert und so vor peinlichen Situationen schützen soll. Den Code stellte er auf Github(öffnet im neuen Fenster) öffentlich. Nutzer können den Filter in ihren eigenen Videokonferenzen anwenden.

"Hosen sind ja dreidimensional!"

Die Software verwendet das Machine-Learning-Kit Mediapipe, das Körperbewegungen erfassen kann. Das funktioniert, wenn eine Person komplett im Kamerabild zu sehen ist. Sobald der Bildausschnitt zu schmal ist, was in Videokonferenzen normal ist, setzt das System teilweise aus. Deshalb baute der Entwickler eine Sicherheitsmaßnahme ein: Sobald das Gesicht das Kamerabild verlässt, verdeckt die Software die Unterseite des Bildes mit einem Weichzeichnungsfilter - damit private Zonen privat bleiben.

Das Tool bietet diverse Arten von gezeichneten Hosen in verschiedenen Farben an. Diese können Nutzer mittels P-Taste durchschalten, laut Everything Is Hacked für ein "besser passendes Outfit" . Zudem lässt sich die Breite der 2D-Grafik einstellen - nicht jeder Mensch ist gleich schlank gebaut.

"Ich habe auch bemerkt, dass Hosen ja dreidimensional sind" , sagte der Youtuber mit einem Augenzwinkern. Die gezeichneten Grafiken funktionieren nur bei Frontansichten. So konnte beispielhaft eine tanzende und wenig bekleidete Sängerin von der Seite nicht richtig bedeckt werden. "Wenn ihr also gerade twerkt, einen Handstand macht oder was auch immer tut, dann können sich die Hosen nicht richtig drüberlegen."

Weitere Informationen gibt es hier in unserem Karriere-Ratgeber zum Thema Homeoffice


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