Zollbefreiung: EU will Geschäfte von Temu, Shein und Ali Express erschweren
Um den massenhaften Import von Billigartikeln einzudämmen, unterstützt die SPD laut einem Bericht des Spiegels die Pläne der EU für eine Zollreform(öffnet im neuen Fenster) . Dabei geht es vor allem um die chinesischen Shoppinganbieter Temu, Shein und Ali Express.
Diese sind mit ihren günstigen Produkten auf dem europäischen Markt erfolgreich , haben jedoch fragwürdige Geschäftspraktiken. Zudem entsprechen die Produkte häufig nicht den europäischen Sicherheits- und Nachhaltigkeitsstandards.
EU plant Änderungen bis 2028
Derzeit sind Einfuhren im Wert von bis zu 150 Euro von Zöllen befreit, so dass Billiganbieter ihre Waren in großen Mengen in Europa verkaufen können. Die EU plant, dies bis 2028 zu ändern, das Bundesfinanzministerium unterstützt dem Bericht zufolge die Reform.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) wurde bereits aktiv und mahnte Shein und Temu wegen irreführender Rabattstufen und manipulativer Benutzeroberflächen ab. Beide Anbieter unterschrieben Unterlassungserklärungen und sagten Änderungen zu. Handelsexperten sind jedoch der Meinung, dass mehr getan werden müsse, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.
Der Geschäftsführer des Kölner Handelsforschungsinstituts IFH, Kai Hudetz, forderte im Spiegel, dass für Temu und Shein die gleichen Sicherheits- und Nachhaltigkeitsstandards gelten sollten wie für andere Anbieter innerhalb der EU. Auch der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) wies darauf hin, dass ein erheblicher Teil der auf diesen Plattformen gekauften Produkte nicht der Produktsicherheit und den lokalen Vorschriften entspreche.