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Zivil trifft Militär: Trump schlägt eine US-Weltraumakademie vor

Die Gründung einer neuen Raumfahrtakademie könnte die Grenzen zwischen ziviler und militärischer Raumfahrt in den USA verwischen.
/ Patrick Klapetz
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Symbolbild von Donald Trump in seinem Amt als US-Präsident. (Bild: White House)
Symbolbild von Donald Trump in seinem Amt als US-Präsident. Bild: White House

Bei einem Besuch im Johnson Space Center der Nasa (Houston, Texas) hat der amtierende US-Präsident Donald Trump am 28. August 2026 eine Verordnung zur Gründung einer US-amerikanischen Raumfahrtakademie unterzeichnet. Diese Einrichtung soll sowohl der nichtmilitärischen Nasa als auch der zivilen Raumfahrtindustrie als auch der Weltraumstreitkraft U.S. Space Force dienen.

Die potenzielle Gründung einer solchen Raumfahrtakademie(öffnet im neuen Fenster) würde die Grenzen zwischen ziviler und militärischer Raumfahrt in den USA vermischen. Dabei trennt die US-amerikanische Raumfahrtpolitik seit den 1950er Jahre zivile Raumfahrtbemühungen wie die der US‑Raumfahrtbehörde Nasa von militärischen – damit könnte bald Schluss sein.

Kommission soll Plan zur Gründung vorlegen

Jedoch sieht die eigentliche Verordnung nicht die unmittelbare Gründung einer Weltraumakademie vor, sondern zunächst einmal die Einrichtung einer Kommission, die Informationen sammeln und innerhalb von 120 Tagen einen Bericht über die Machbarkeit einer US-Weltraumakademie vorlegen muss.

Die Kommission besteht unter anderem aus dem Verteidigungsminister, dem nationalen Sicherheitsberater und dem Direktor des Amtes für Verwaltung und Haushalt. Geleitet wird sie von dem derzeitigen Nasa-Administrator Jared Isaacman.

Fragen über Fragen

Die Exekutivverordnung klärt nicht(öffnet im neuen Fenster), ob es mögliche Verpflichtungen für Absolventen gibt, in der Space Force zu dienen. Ebenso wenig ist klar, in welchem Ausmaß die Studierenden der Space Academy eine militärspezifische Ausbildung erhalten würden oder welchen Anteil die militärische Nutzung des Weltraums im Vergleich zu Forschung und Wissenschaft im Lehrplan hätte. Der Lehrplan soll von der Kommission festgelegt werden.

Für die Gründung neuer bürokratischer Organisationen und die Bereitstellung der Mittel ist der Kongress verantwortlich. Allerdings ist es derzeit schwierig, genaue Finanzierungszahlen für die Militärdienstakademien zu erhalten. Schätzungen eines Kongressmitglieds zeigen(öffnet im neuen Fenster), dass jede bestehende Dienstakademie etwa 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr kostet. Eine völlig neue Akademie zu gründen, würde wesentlich mehr erfordern.

Wenn die Nasa die Akademie anführen würde, könnte die Finanzierung noch schwieriger sein, da die Finanzierung der Nasa nicht obligatorisch ist. Tatsächlich ist sie oft eine der ersten Agenturen, die Budgetkürzungen erleidet(öffnet im neuen Fenster). Damit sind noch einige Fragen offen, die von der Kommission innerhalb der nächsten knapp vier Monate geklärt werden müssen.


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