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Bilder der aktuellen Session können angeschaut werden

Die Bilder werden sofort verschlüsselt abgelegt, doch Fotografen können weiterhin überprüfen, ob die aktuell geschossenen Bilder gelungen sind. "Beim Starten der Kamera wird ein Session-Key auf der Speicherkarte erzeugt, damit können die aktuell gemachten Bilder angeschaut werden", sagt Waldenström. Wird die Kamera ausgeschaltet, sind die eben gemachten Bilder erst am heimischen Computer wieder sichtbar. Und das natürlich nur, wenn dort die Begleitsoftware installiert und das Schlüsselmaterial ebenfalls vorhanden ist.

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Während des Außeneinsatzes wird es also nicht möglich sein, die Bilder zu entschlüsseln, wenn kein Datenträger mit dem Schlüsselmaterial mitgeführt wird. Wird der Fotograf festgenommen oder die Kamera beschlagnahmt, könnte von der Chefredaktion oder anderen Personen also höchstens die Entscheidung getroffen werden, ein Backup der Schlüssel an die verantwortliche Behörde zu schicken.

"Das ist eine sehr individuelle Entscheidung. Aber in einem solchen Fall gäbe es schon ein ganz neues Gleichgewicht der Kräfte - denn die Behörden können nicht einfach die Karte aus der Kamera ziehen und alle Bilder einsehen", sagt Waldenström. In jedem Fall seien die gespeicherten Bilder ohne Weitergabe des Schlüssels sicher gespeichert. "Technisch gesehen ist die Lösung sicher."

  • Robin Johansson (COO, l.) und Victor Waldenström (CEO, r.) von Zifra im Golem.de-Büro (Bild: Hauke Gierow/Golem.de)
Robin Johansson (COO, l.) und Victor Waldenström (CEO, r.) von Zifra im Golem.de-Büro (Bild: Hauke Gierow/Golem.de)

Zifra bekommt eine finanzielle Förderung der Chalmers-Universität, einer technischen Universität in Göteborg, außerdem gibt es eine Förderung von Startup Reykjavík, einem Mentorenprogramm aus der isländischen Hauptstadt. Island will nach mehreren Skandalen rund um die Finanzkrise und die Panama Papers ein "sicherer Hafen" für Initiativen rund um Datenschutz und Privatsphäre werden.

Kontakt mit Journalistenorganisationen

Das Team sucht für die Weiterentwicklung nach eigenen Angaben auch Kontakt zu verschiedenen Journalistenorganisationen, die die Probleme der Betroffenen am besten kennen. In etwa sechs Monaten, so der aktuelle Plan, soll die Prototypenphase abgeschlossen werden und die Finanzierung der ersten Geräte durch ein Crowdfunding erfolgen.

Möglicherweise wird es in der Phase auch einen Hackday geben, bei dem die Sicherheitsversprechen der Software getestet werden können. Auch hier ist man aber noch in der Planungsphase. Da die Hardwareauswahl noch nicht endgültig feststeht, gibt es zum möglichen Preis der Karte noch keine konkreten Angaben.

Waldenström und das Team denken aber darüber nach, beim Crowdfunding direkt die Möglichkeit zu geben, eine zweite Karte mitzuerwerben. Sie soll dann an Journalisten in Schwellenländern weitergegeben werden, die sich das Produkt selbst nicht leisten können, aber auf den Schutz angewiesen sind.

Trotz des recht frühen Status des Projekts handelt es sich um ein interessantes und wichtiges Produkt, das allerdings wohl nur eine kleine Zielgruppe ansprechen wird. Im Herbst sollte sich dann zeigen, wie groß das Interesse an einer solchen Technik wirklich ist.

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 Zifra soll mit allen Kameras funktionieren
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LinuxMcBook 09. Mär 2018

Das Blöde an der Plausible Deniability ist doch aber, dass dir im Zweifel irgendeine...

MAGA 08. Mär 2018

Ist auch völlig richtig so, diese Länder können gut auf dich verzichten.

vlad_tepesch 05. Mär 2018

jede karte hat bereits einen schalter. Der ist so unnütz, dass ihn niemand benutzt und...

Der Spatz 05. Mär 2018

Schon mal auf die Idee gekommen, dass man da so ein Menü hat wo man "Verschlüsseln an...

VigarLunaris 05. Mär 2018

Ist das ein vollkommenes und überflüssiges Produkt. Es mag sein, das einige Reporter in...


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