Zhou-Klasse: Chinesisches Atom-Jagd-U-Boot gesunken
Chinas Bestrebungen, seine Seestreitkräfte zu modernisieren, haben laut US-Angaben einen Rückschlag erhalten. Chinas neuestes, nuklear angetriebenes Jagd-U-Boot ist laut einem Bericht des Wall Street Journals(öffnet im neuen Fenster) Ende Mai oder Anfang Juni 2024 in einer Werft in der Nähe von Wuhan gesunken. China soll versucht haben, den Vorfall zu vertuschen, weshalb dieser erst jetzt bekanntgeworden sei.
Das U-Boot, das zu den neuen Schiffen der Zhou-Klasse gehört, verfügt über ein innovatives, x-förmiges Heck, das die Manövrierfähigkeit verbessern soll. Das von der staatlichen China State Shipbuilding gebaute U-Boot befand sich vor dem Vorfall in den letzten Vorbereitungen für seine Jungfernfahrt. Der Untergang ereignete sich in der Wuchang-Werft, wo China eine zweite Atom-U-Boot-Produktion über das Zentrum in Huludao hinaus aufbaut.
Der Vorfall ereignete sich inmitten Chinas Aufrüstung seiner Seestreitkräfte. Laut einem Pentagon-Bericht aus dem vergangenen Jahr besaß China zum Ende des Jahres 2022 48 dieselbetriebene Jagd-U-Boote sowie sechs atomgetriebene Jagd-U-Boote.
Bergung und Reparatur könnten lange dauern
Der Untergang dieses hochmodernen U-Boots könnte Auswirkungen auf das Gleichgewicht der Seestreitkräfte im asiatisch-pazifischen Raum haben. Chinas selbstbewusste Haltung gegenüber Taiwan und seine Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer sollen Nachdruck durch die Marinefähigkeiten erhalten.
Experten zufolge könnte die Bergung und Reparatur des U-Boots dem Bericht nach sehr aufwendig sein. Thomas Shugart, ein ehemaliger U-Boot-Offizier der USA, merkte an, dass das gesamte Schiff wahrscheinlich voll Wasser gelaufen sei und eine gründliche Reinigung sowie möglicherweise der Austausch von elektronischen Systemen und Elektromotoren erforderlich seien.
Ein Strahlungsleck wurde laut dem Pentagon nicht festgestellt.