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Zhaoxin KX-U6780A: Verfügbarkeit, Fazit, Ausblick

Wir haben unsere Cjoyin-C1888-Platine samt KX-U6780A bei Taobao gekauft, am Ende summierten sich alle Kosten auf rund 700 Euro. Das ist viel Geld rein für ein Board - einen NUC9 (June Canyon) mit Atom/Pentium J5005 gibt es für 170 Euro. In China gibt es weitere Platinen sowie Mini-PCs, zudem vertreibt HP den 268 Pro G1 (PDF), auch Lenovo sowie Tongfang bieten Systeme an.

Fazit

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Den KX-U6780A von Zhaoxin zu testen, hat uns von Anfang an fasziniert. Denn während wir von AMD und von Intel vorab zu neuen Prozessoren oft Monate und Wochen im Voraus detaillierte Informationen erhalten, ist zu den KX-6000 technisch wenig bekannt. Der grobe Aufbau des Chips lässt sich zwar durch Messungen erfassen, anders als bei der x86-Konkurrenz können wir dadurch aber kaum auf die tatsächliche Geschwindigkeit der CPU schließen.

Verglichen mit einem Atom-Chip und erst recht mit einem Core-basierten Pentium fällt die Performance des KX-U6780A niedrig aus. Im Mittel ist er so schnell wie Ersterer, gegen Letzteren bleibt er chancenlos. Das liegt primär an der niedrigen Leistung pro Takt, die noch unterhalb der eines aktuellen Atoms rangiert. Die acht Kerne helfen zwar, viele Anwendungen sind jedoch bis heute auf eine hohe Singlethread-Leistung angewiesen. Als einfacher Büro-Prozessor funktioniert der KX-U6780A allerdings tadellos.

  • Zhaoxins ZX-U6780A (Bild: Golem.de)
  • Links der Die-Shot eines KX-5000, ein KX-6000 dürfte ähnlich aussehen. Recht die internen Kern-zu-Kern-Latenzen. (Bild: Zhaoxin)
  • CPU-Details zum ZX-U6780A (Bild: Golem.de)
  • Cjoyin C1888 (Bild: Golem.de)
  • Cjoyin C1888 (Bild: Golem.de)
  • Cjoyin C1888 (Bild: Golem.de)
  • Roadmap mit ZX-F alias KX-7000 (Bild: Zhaoxin)
  • Roadmap mit 16-kerniger Server-CPU (Bild: Zhaoxin)
  • Erwartete Performance-Zuwachs bei Single- und Multithreading (Bild: Zhaoxin)
Roadmap mit ZX-F alias KX-7000 (Bild: Zhaoxin)

Ausblick

Zhaoxin arbeitet längst an den KX-7000 alias ZX-F für 2021. Die nutzen weiterhin acht Kerne, sollen aber Big- statt Little-Cores sein. Die Chinesen wollen die Leistung pro Takt um mehrere Faktoren steigern; der DDR5-Speichercontroller wurde offenbar verworfen und TSMCs 7-nm-Verfahren soll erst für die ZX-G genutzt werden. Ein 15-Watt-SoC mit vier Kernen bei mindestens 2 GHz samt integrierter DX12-Grafik für leichte Notebooks steht ebenso auf der Roadmap wie eine Server-CPU namens KH-40000 mit anscheinend 16 Cores. Wir sind jedenfalls sehr gespannt, was Zhaoxin in Zukunft veröffentlichen wird!

An dieser Stelle noch ein Danke an Anandtech für einen neueren GPU-Treiber und ein Danke an Loeschzwerg für die Messwerte des Eden C4650.

Nachtrag vom 29. Mai 2020, 17:24 Uhr

In einer früheren Version des Textes hatten wir geschrieben, dass schon die ZX-B vier Kerne hätten, es sind aber Dualcores.

Nachtrag vom 7. Juni 2020, 5:43 Uhr

Danke an scx für diverse Hinweise, wir haben diese Passagen präzisiert. Beispielsweise fehlte bei den ZX-C+ der Zusatz, dass es bis zu acht Kerne sind und es ergo auch Quadcore-Modelle gibt. Bei den ZX-F scheint Zhaoxin bei 16 nm und DDR4 zu bleiben, wir hatten auf Basis früherer und wohl verworfener Projektionen jedoch 7 nm und DDR5 genannt.

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Crass Spektakel 07. Jun 2020

Es wäre wirklich schön wenn wir wieder Auswahl hätten so wie zu Zeiten von Sockel 5 als...

Copper 03. Jun 2020

Sturz von demokratisch gewählten Regierungen fällt mir da spontan noch ein. Weil die...

7of9 02. Jun 2020

Das stimmt und das ist nicht in Ordnung. Aber das Leck muss nicht zwangsläufig von Cisco...

supern00b 02. Jun 2020

Hallo, darf man erfahren warum die Chinesen nicht gleich massiv auf RISC-V stetzen?

ms (Golem.de) 30. Mai 2020

Tatsache, der flog kurzfristig raus - ich editiere den Text später.


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