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Zhaoxin KX-5000: Auch Chinas x86-Chips sind anfällig für Spectre

Die aktuellen, KX-5000 genannten Prozessoren von Zhaoxin können grundsätzlich per Spectre attackiert werden, wenngleich das laut Hersteller unwahrscheinlich ist - Meltdown hingegen ist außen vor. Zudem gibt es nun die Spezifikationen der Wudaokou-Chips.
/ Marc Sauter
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Ein KX-5000 alias Wudaokou (Bild: Zhaoxin)
Ein KX-5000 alias Wudaokou Bild: Zhaoxin

Nach der Ankündigung der KX-5000 (Wudaokou) hat der chinesische Hersteller Zhaoxin die technischen Daten der x86-Prozessoren veröffentlicht und sich auch zur Anfälligkeit für Meltdown und Spectre geäußert. Die Chips basieren auf einem Centaur-Design von Via, wie Wikichip(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Zhaoxin berichtet. Es bleibt unklar, ob es sich um eine Abwandlung der Isaiah- oder der Isaiah-2-Technik handelt, wobei Letzteres wahrscheinlicher ist.

Intels Statement zu Spectre und Meltdown (CES 2018)
Intels Statement zu Spectre und Meltdown (CES 2018) (02:00)

Laut Zhaoxin sind die Wudaokou nicht für Meltdown anfällig, allerdings für eine nicht genannte Variante von Spectre. Laut Hersteller sei ein Angriff aber aufwendig, da die Sprungvorhersage mit sehr vielen Befehlen bearbeitet werden müsste, um ausgehebelt zu werden - das ist aber bei Chips von AMD, ARM oder Intel nicht viel anders. Generell möchte Zhaoxin weiter an eigenen Prozessoren arbeiten, die dann als sicherere Alternative herhalten sollen.

Wudaokou ist ein großer Schritt nach vorne

Die KX-5000 sind ein deutlich moderneres Design als ihre KX-4000-Vorgänger: Der Speichercontroller sitzt nun im Chip, statt per FSB (Front Side Bus) extern angebunden zu sein und auch die Grafikeinheit wurde integriert. Die Prozessoren weisen bis zu acht Kerne in Form von zwei Quadcore-Clustern auf, die DDR4-2400-Speicher per Dualchannel unterstützen. Für I/O wie Sata 6 GBit/s oder USB 3.1 Gen2 wird der ZX-200-Chip verknüpft. Ein Wudaokou hat 2,1 Milliarden Transistoren auf 187 mm². Sie entstehen in China bei der Shanghai Huali Microelectronics Corporation (HLMC) in einem 28-nm-Verfahren.

Es gibt drei Octacore-Varianten(öffnet im neuen Fenster) mit 8 MByte L3-Cache und bis zu 2 GHz und zwei Quadcore-Ableger(öffnet im neuen Fenster) mit 4 MByte und bis zu 2 GHz. Gedacht sind sie für Desktops oder Notebooks. Hinzu kommen zwei Modelle(öffnet im neuen Fenster) mit abgeschalteter Grafikeinheit für Embedded- oder Storage-Anwendungen.

Erste Benchmarks, konkret SPEC CPU2006, sehen das Topmodell KX-U5680 ein bisschen vor dem Atom C2750(öffnet im neuen Fenster) . Das ist ein Modell aus Intels Avoton-Serie von 2013, es nutzt acht Silvermont-Kerne bei bis zu 2,6 GHz.


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