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ZEW: Nächste Frequenzvergabe soll wieder eine Auktion sein

In unterversorgten Regionen sollte nur ein Netzbetreiber die Versorgung sicherstellen und den anderen Betreibern Zugang über passives Infrastruktursharing geben.
/ Achim Sawall
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Ort der letzten Auktion 2019: Dienstgebäude der Bundesnetzagentur in Mainz (Bild: Bundesnetzagentur)
Ort der letzten Auktion 2019: Dienstgebäude der Bundesnetzagentur in Mainz Bild: Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur sollte bei der nächsten Frequenzvergabe wieder auf eine Auktion setzen. Das sagte Professor Vitali Gretschko vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)(öffnet im neuen Fenster) am 1. September 2021. "Hierzu sollte der Ausbau in den weißen Flecken gemeinsam mit den Frequenzen versteigert werden" , erklärte Gretschko.

Auktionen hätten sich in der Vergangenheit bewährt und seien auch in der Zukunft das geeignetste Verfahren. Auktionen "lassen sich dafür nutzen, die Mobilfunkversorgung auch dort sicherzustellen, wo der Infrastrukturwettbewerb zwischen den Mobilfunkbetreibern nicht ausreicht" , erklärte Gretschko.

Schon wieder eine Auktion?

In unterversorgten Regionen "ist eine Dopplung von Infrastruktur nicht wirtschaftlich. Zielführender wäre es, die Versorgung in den grauen und weißen Flecken durch nur einen der Netzbetreiber sicherzustellen und den anderen Betreibern Zugang über passives Infrastruktursharing (wie in der Graue-Flecken-Kooperation zwischen Telekom, Vodafone und O2) oder durch Roaming zu geben" , führte Gretschko aus.

Sinnvoll sei eine gesonderte Weiße-Flecken-Versteigerung als umgekehrte Subventionsauktion, in der alle grauen und weißen Flecken möglichst nach Regionen und Verkehrswegen gleichzeitig gebündelt versteigert werden.

Die nächste anstehende Frequenzvergabe soll im Jahr 2023 oder 2024 stattfinden. Ende 2025 laufen die Nutzungsrechte für einige wichtige Frequenzbereiche aus. Versteigert oder neu vergeben werden soll das Spektrum bei 800 Megahertz, 1.800 Megahertz und 2,6 Gigahertz. Diese Frequenzen sind heute bereits für LTE im Einsatz. In Deutschland liegt bei 800 MHz der LTE-Coverage-Layer. 1,8 GHz dient als GSM/LTE Capacity Layer und 2,6 GHz ist ebenfalls ein Capacity Layer.


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