Abo
  • Services:

Künftig alle Wosign-Zertifikate in Certificate Transparency

Die Vorfälle sind ohne Zweifel gravierend. Doch Wosign bemüht sich erkennbar darum, zumindest auf technischer Ebene gegen künftige Vorfälle vorzusorgen. Seit Kurzem werden alle neu ausgestellten Wosign-Zertifikate in Logs des Certificate-Transparency-Systems von Google eingetragen. Damit kann jeder überprüfen, für welche Domains Zertifikate ausgestellt werden. Auch alle Zertifikate, die im Jahr 2015 ausgestellt wurden, will Wosign in den Logs veröffentlichen.

Wosign-Zertifikate enthalten Signed Certificate Timestamps

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Auch enthalten die Wosign-Zertifikate sogenannte Signed Certificate Timestamps (SCT). Dabei handelt es sich um signierte Bestätigungen eines Logs über die Zertifikatseintragung. Auch Startcom stattet seine Zertifikate seit einiger Zeit mit SCTs aus. Browser können damit Zertifikate von Wosign oder Startcom, die keine SCTs enthalten und jüngeren Datums sind, ablehnen.

Damit sind die beiden Zertifizierungsstellen beim Implementieren von Certificate Transparency sogar engagierter als Letsencrypt. Dort sind bislang keine SCTs in den Zertifikaten enthalten, obwohl trotzdem alle Zertifikate in die Logs eingetragen werden.

Über der ganzen Debatte schwebt natürlich implizit der Vorwurf, dass Wosign als chinesische Firma besonders verdächtig ist, mit staatlichen Stellen zusammenzuarbeiten. Doch bei allen Fällen handelt es sich offenbar um schlichte Bugs und keine bösartigen Angriffe. Eine weitere chinesische Zertifizierungsstelle, CNNIC, wurde nach Sicherheitsproblemen aus den gängigen Browsern ausgeschlossen.

Sicherheitslücken auch in westlichen Zertifizierungsstellen

Klar ist aber auch, dass gravierende Sicherheitslücken bei Zertifizierungsstellen in westlichen Staaten auch immer wieder auftauchen. Zuletzt gab es etwa bei Comodo ein Problem mit den Verifikations-E-Mails und einer HTML-Injection-Lücke. Symantec hatte im vergangenen Jahr eine ganze Reihe von Problemen, die dazu geführt hatten, dass Google die Zertifizierungsstelle zur Nutzung von Certificate Transparency zwang.

 Gehört Startcom jetzt Wosign?
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)

negecy 02. Sep 2016

Moment mal, da wurden vor nicht all zu langer Zeit bösartige Zertifikate von Let's...

der-dicky 02. Sep 2016

...und was genau spricht dagegen? anderer quell port, gleicher ziel-port, das macht kein...

Moe479 31. Aug 2016

bemühen reicht leider nicht und halbdaneben ist trotzdem vorbei! das ganze geschäft...


Folgen Sie uns
       


Playstation Classic im Vergleichstest - Golem retro_ Spezial

Sonys Mini-Konsole Playstation Classic ist knuffig. In unserem Golem-retro_-Spezial beleuchten wir die Spieleauswahl und Hardware im Detail.

Playstation Classic im Vergleichstest - Golem retro_ Spezial Video aufrufen
Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Geforce GTX 1660 Ti soll 1.536 Shader haben
  2. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  3. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor

Vivy & Co.: Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit
Vivy & Co.
Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

35C3 Mit Sicherheitsversprechen geizen die Hersteller von Gesundheitsapps wahrlich nicht. Sie halten sie jedoch oft nicht.
Von Moritz Tremmel

  1. Krankenkassen Vivy-App gibt Daten preis
  2. Krankenversicherung Der Papierkrieg geht weiter
  3. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

IT-Sicherheit: 12 Lehren aus dem Politiker-Hack
IT-Sicherheit
12 Lehren aus dem Politiker-Hack

Ein polizeibekanntes Skriptkiddie hat offenbar jahrelang unbemerkt Politiker und Prominente ausspähen können und deren Daten veröffentlicht. Welche Konsequenzen sollten für die Sicherheit von Daten aus dem Datenleak gezogen werden?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Datenleak Ermittler nehmen Verdächtigen fest
  2. Datenleak Politiker fordern Pflicht für Zwei-Faktor-Authentifizierung
  3. Politiker-Hack Wohnung in Heilbronn durchsucht

    •  /