Zertifizierungsprozess: Wigig-Geräte mit bis zu 8 GBit/s werden Teil des WLANs

Die Wi-Fi Alliance hat damit angefangen, Wigig-Produkte zu zertifizieren(öffnet im neuen Fenster) . Damit ist ein wichtiger Schritt getan, das 60-GHz-Band als Teil des WLAN-Systems zu definieren und die Interoperatibilität zwischen den einzelnen Wigig-Geräten für den Aufbau eines WLANs sicherzustellen.
Das 60-GHz-Band bietet mit Wigig alias 802.3ad vor allem Bandbreite und weniger Reichweite. Dafür bleibt das 2,4-GHz-Band zuständig (802.11b/g/n). Zwischen den beiden Bändern bleibt das 5-GHz-Band bestehen (802.11a/n/ac), das jetzt sozusagen den Kompromiss zwischen Reichweite und Geschwindigkeit darstellt und mittlerweile durch Hardware sehr gut unterstützt wird.
Mit dem Zertifizierungsprozess können sich Hersteller von Smartphones, Notebooks und WLAN-Routern darauf verlassen, dass alle Geräte korrekt miteinander kommunizieren. Das dürfte der Verbreitung von Triple-Band-Geräten helfen. Bisher ist die Anzahl der Produkte mit Wigig-Unterstützung noch recht gering. Die Wi-Fi Alliance sieht derzeit Bruttobandbreiten von bis zu 8 GBit/s in Geräten vor. Das gilt auch für kleine Smartphones, denn der ad-Standard nutzt noch nicht so viele Tricks, um die Bandbreite in die Höhe zu treiben.
Solche Tricks, wie etwa 4x4-Antennenkonfigurationen für 802.11ac, brauchen Platz. Der neue Standard ermöglicht damit beispielsweise äußerst schnelle Smartphone-Backups ohne die Notwendigkeit eines Kabels. Nachteilhaft ist allerdings, dass entsprechende Router zwingend eine bessere Kabelverbindung benötigen. Gigabit-Ethernet ist nicht schnell genug.
Intel und Qualcomm sind bereit
Nach derzeitigem Stand haben bereits fünf Produkte die Zertifizierung erhalten(öffnet im neuen Fenster) . Darunter sind Intels Maple Peek (Tri-Band Wireless-AC 17265) und Qualcomms QCA9500.
Die Entwicklung und das Potenzial von Wigig alias 802.11ad haben wir bereits in einem ausführlichen Artikel betrachtet . Damit einhergehend ist auch eine bessere Verbreitung von 802.3bz alias NBase-T zu erwarten , um die Kabelschnittstelle zu beschleunigen.



