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ZeroVM: Virtuelle Maschine für die Cloud

Mit ZeroVM sponsert der Hoster Rackspace eine virtuelle Maschine für Cloud-Umgebungen. Anwendungen sollen damit näher an ihre Daten rücken können, eine Anbindung an Openstack existiert bereits.
/ Sebastian Grüner
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Mit ZeroVM sollen Anwendungen zum Datenspeicher kommen, nicht anders herum. (Bild: ZeroVM)
Mit ZeroVM sollen Anwendungen zum Datenspeicher kommen, nicht anders herum. Bild: ZeroVM

Aufbauend auf dem Native Client des Chromium-Projekts erstellt der Hoster und Cloud-Dienstleister Rackspace ZeroVM(öffnet im neuen Fenster) . Diese Virtualisierungstechnik soll sehr klein und portabel sein, vor allem soll sich ZeroVM aber einfach in existierende Speichersysteme einbinden lassen. So sollen "Anwendungen zu ihren Daten geschoben werden, statt die Daten zu den Anwendungen, wie dies mit den traditionellen Architekturen der Fall ist" .

Die virtuelle Maschine soll dabei für eine "sichere und isolierte Ausführungsumgebung sorgen, in der einzelne Threads oder Anwendungen laufen" . Neben der eigentlichen Ausführungsumgebung gibt es eine Laufzeitumgebung, die einen Port der GLibc enthält sowie ein In-Memory-Dateisystem. Unterstützt werden zudem C99 und die meisten POSIX-Systemaufrufe. Sämtliche Ein- und Ausgabe geschieht dabei in Unix-Tradition über Dateien und die Standard-Datenströme: Stdin, Stderr, Stdout. Gegenüber einer "normalen Maschine" weicht das Verhalten dennoch ein wenig ab.

Eine VM im Openstack-Speicher

Zur Steuerung der VM bietet das Projekt Kommandozeilenwerkzeuge sowie einen eigenen Paketmanager zur Verwaltung der verschiedenen Anwendungen. Über die Middleware Zerocloud besteht bereits eine Anbindung an den Openstack Objekt-Speicher Swift(öffnet im neuen Fenster) . Der Code besteht aus einer Aufgaben-Verwaltung, die auf den Proxys installiert wird, sowie dem VM-Daemon, der auf den eigentlichen Speicherknoten läuft.

Aus dem statischen Objekt-Speicher werden dadurch ein dynamischer Speicher sowie eine Rechen-Plattform. Darüber hinaus kann Zerocloud die gespeicherten Objekte verändern und Map-Reduce-Operation darauf ausführen, ohne die Objekte über das Netzwerk schicken zu müssen. Mit dieser Technik sollen sich Rechenzyklen der Storage-Server verwenden lassen, die sonst ungenutzt blieben.

Der Code ist über Github(öffnet im neuen Fenster) verfügbar. Unter dem Namen Zebra(öffnet im neuen Fenster) bietet Rackspace auch eine Testumgebung für Zerocloud an, die derzeit aber nur auf Einladung genutzt werden kann. Eine öffentliche Freigabe von Zebra soll aber demnächst folgen.


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