Zero DSR/X im Test: Die andere Art der großen Tour

Zero bringt mit der DSR/X eine E-Reiseenduro auf den Markt, die völlig anders ist als die Adventurebikes von BMW oder Ducati. Das macht sie besonders - nur Parken ist problematisch.

Ein Test von Peter Ilg veröffentlicht am
Geht schön in die Kurve, liegt schön in der Kurve und fährt auch schön wieder aus der Kurve raus: die Zero DSR/X.
Geht schön in die Kurve, liegt schön in der Kurve und fährt auch schön wieder aus der Kurve raus: die Zero DSR/X. (Bild: Peter Ilg)

Selbst der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Im Zitat des chinesischen Philosophen Laotse steckt Wahrheit und Risiko. Denn manchmal braucht es eine Menge Mut, einen neuen Weg zu gehen. Den hatten die Gründer von Zero Motorcycles, damals 2006 im kalifornischen Santa Cruz. Zero ist Tesla auf zwei Rädern und Pionier elektrisch angetriebener Motorräder.

Inhalt:
  1. Zero DSR/X im Test: Die andere Art der großen Tour
  2. Blöd beim Parken: Feststellbremse löst sich automatisch
  3. Rund 200 km sind ohne Laden möglich

Ausschließlich solche baut die Firma. Inzwischen bietet das Unternehmen vier ausgereifte Modellreihen an und ist ein ernstzunehmender Wettbewerber am Motorradmarkt. Die Mehrzahl der Motorradfahrer stemmt sich zwar noch gegen die elektrische Zukunft auf zwei Rädern, doch sie ist ziemlich nah: Schon ab 2035 könnte in Europa Schluss sein mit neuen Verbrennerfahrzeugen.

Und dann? Das Hobby aufgeben, nur weil das Motorrad elektrisch fährt? Diese Absteiger würden wirklich etwas verpassen, denn Zero zeigt mit der neuen DSR/X, wie wahnsinnig viel Spaß elektrisches Motorradfahren machen kann.

Reiseenduro im Stil einer BMW

Die neue Zero ist eine große Reiseenduro im optischen Stil der GS von BMW, einer Adventure von KTM oder Ducatis Multistrada. Das sind allesamt bequeme Maschinen mit wind- und wetterschützender Verkleidung, auf die neben einem Sozius oder einer Sozia noch viel Gepäck in Koffer und Top-Case passen. Motorräder für das Abenteuer auf langer Strecke sind gleichauf mit unverkleideten klassischen Bikes das größte Segment im Motorradmarkt.

  • Die Zero DSR/X ist eine Reiseenduro mit Elektromotor. (Bild: Peter Ilg)
  • Die DSR/X leistet 75 kW, umgerechnet sind das 102 PS. (Bild: Peter Ilg)
  • Mit 225 Nm hat das Motorrad ein starkes Drehmoment - direkt vom Start an. (Bild: Peter Ilg)
  • Die Kurvenlage des 247 kg schweren Motorrads ist gut. (Bild: Peter Ilg)
  • Die DSR/X schafft in unserem Test mit normalem Akku eine Reichweite von um die 200 km. (Bild: Peter Ilg)
  • Mit einem zusätzlichen Akku kann die Reichweite um 40 km erhöht werden. (Bild: Peter Ilg)
  • Ebenfalls erhältlich ist ein Schnelllademodul, mit dem in 30 Minuten von null auf 95 Prozent geladen werden kann. (Bild: Peter Ilg)
  • Die Zero DSR/X von hinten (Bild: Peter Ilg)
  • Die Verkleidung schützt bedingt vor Wettereinflüssen. (Bild: Peter Ilg)
  • Die DSR/X ist dank der Bauform auch abseits befestigter Straßen gut zu fahren. (Bild: Peter Ilg)
  • Die Zero DSR/X kostet ab 26.550 Euro, die ersten Maschinen sollen noch im September 2022 bei Händlern in Deutschland ankommen. (Bild: Peter Ilg)
Die Zero DSR/X ist eine Reiseenduro mit Elektromotor. (Bild: Peter Ilg)
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In dem will sich Zero nun ein Stück vom Kuchen abschneiden. Das kann gelingen, denn die DSR/X hat das Zeug dazu. Sie ist anders als ihre Konkurrenz. Darin liegt ihr Reiz.

Die E-Maschine des Typs Z-Force 75-10X leistet 75 kW (102 PS), ist luftgekühlt und hat ein Drehmoment von brachialen 225 Nm. Der unangefochtene Topseller unter den Reiseenduros, die R 1250 GS, hat 143 Nm. Um dieses Maximum zu erreichen, muss die Kurbelwelle an der BMW allerdings 6.250 mal pro Minute rotieren.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Kraftvoll, aber kontrolliert

An der Zero steht der Antrieb auf Anhieb bereit, typisch Elektromotor eben. Doch das Motorrad rast nicht mit qualmendem Hinterrad los. Elektronik zügelt die Pferde und treibt die Maschine zwar kraftvoll, aber kontrolliert an.

Möglich macht das die Kombination des neuen Betriebssystems Cypher III+ von Zero mit dem Sechsachsensensor von Bosch. Die Software des Betriebssystems regelt und steuert die Motorleistung, die von Bosch unter anderem Traktionskontrolle und Kurven-ABS. So kommt die Zero ziemlich zügig und sehr sicher aus dem Startblock.

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Blöd beim Parken: Feststellbremse löst sich automatisch 
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Laskywalk 23. Sep 2022 / Themenstart

Was für ein pauschalisierter Unfug. Einfach mal Klischees aufzählen und darauf eine...

Laskywalk 23. Sep 2022 / Themenstart

Pauschale und unqualifizierte Äusserungen verbi(e)den! Rechtschreibung verbiden!

berritorre 22. Sep 2022 / Themenstart

Kann mir auch nicht vorstellen, dass es auf dem flachen Land da so toll mit den...

ap (Golem.de) 22. Sep 2022 / Themenstart

Wir haben den Artikel angepasst. Danke für den Hinweis.

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