Zero-Day-Exploit: Gezielte Angriffe auf den Internet Explorer

Microsoft hat kurzfristig Informationen zu Angriffen auf Nutzer des Internet Explorer veröffentlicht. Zusammen mit Fireeye wird der Angriff analysiert. Betroffen sind sämtliche Internet Explorer ab der Version 6. Windows-XP-Nutzer haben damit erstmals eine nicht patchbare Sicherheitslücke.

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Der Internet Explorer braucht einen Notfall-Patch, der jedoch noch nicht verfügbar ist.
Der Internet Explorer braucht einen Notfall-Patch, der jedoch noch nicht verfügbar ist. (Bild: Microsoft)

Microsoft arbeitet zusammen mit den Sicherheitsspezialisten von Fireeye an einer Analyse eines nun bekannt gewordenen Zero Day in zahlreichen Versionen des Internet Explorers. Die gefährliche Sicherheitslücke erlaubt eine Ausführung von Schadcode beim Besuch einer Webseite. Derzeit handele es sich um wenige gezielte Angriffe, so Microsoft. Außerdem ist die Ausnutzung der Sicherheitslücke anscheinend recht komplex, da bestimmte Komponenten vorhanden sein müssen. Damit zielt der Angriff derzeit vor allem auf moderne Versionen (IE9, IE10, IE11) von Microsofts Browser. Betroffen sind jedoch auch IE6, IE7 und IE8.

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Angreifer versuchen, Links zu Webseiten mit Schadsoftware typischerweise per E-Mail oder Chat-Nachrichten zu verteilen, um die Opfer dazu zu bringen, die Webseite aufzurufen. In einem Blogpost des MSRC wird empfohlen, den Enhanced Protected Mode des IE10 und 11 aktiv zu lassen. Außerdem kann der Einsatz des Enhanced Mitigation Experience Toolkit helfen, das Potenzial dieser Sicherheitslücke zu verringern. Auch das Abschalten von VML kann helfen.

Wer noch Windows XP nutzt, muss jetzt aufpassen

Weitere Informationen finden sich im Security Advisory. Wer einen älteren Internet Explorer verwendet, kann auf den Protected Mode nicht zugreifen. Außerdem sind auch Browser betroffen, die unter Windows XP eingesetzt werden. Erst vor rund drei Wochen wurde der Support des Betriebssystems eingestellt. Das gilt auch für den Browser. Die gefährliche Sicherheitslücke wird also unter XP nicht mehr gepatcht. Es sei denn, der Anwender hat einen teuren Folgesupport-Vertrag. Damit wird die Nutzung des Browsers in Windows XP erstmals zu einem Sicherheitsproblem.

Zum nächsten Patchday am 13. Mai 2014 besteht das nächste Potenzial für neue Sicherheitslücken unter Windows XP. Diese werden zwar nur für Windows Vista und neuer bekanntgegeben, bieten aber häufig die Möglichkeit einer Rückportierung auf ältere Betriebssysteme.

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Wann die Sicherheitslücke geschlossen wird, ist derzeit unklar. Bei dieser Art von Angriff wartet Microsoft nach Möglichkeit nicht bis zum nächsten regulären Patchday. Stattdessen gibt es erwartungsgemäß einen Out-of-Band-Patch, auf den die Anwender nun warten müssen.

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