Söldnerleben zwischen den Einsätzen
Einige tiefere Systeme habe ich bislang eher gestreift. Dazu gehören die Beziehungen innerhalb der Truppe. Wer regelmäßig gemeinsam kämpft, baut sogenannte Bonds auf. Daraus entstehen nicht nur andere Dialoge, sondern auch spielerische Vorteile: Gute Beziehungen schalten Unterstützungsfähigkeiten und Cross-Training frei, später kann sogar eine zweite Spezialisierung hinzukommen. Das verspricht mehr taktische Verzahnung, als ich in den ersten Stunden sinnvoll ausnutzen konnte.
Auch abseits der Gefechte steckt einiges in Zero Company. Ausgangspunkt ist The Den, das frei begehbare Hauptquartier der Söldnertruppe. Dort kümmere ich mich um meine Leute und Ausrüstung und entscheide am Holotisch, was als Nächstes ansteht. Neben Taktikmissionen gibt es Operationen ohne Kampf, die etwa Informationen, Beute oder Geld bringen.
Die Kampagne ist im Kern weitgehend linear, drumherum soll aber einiges variieren. Welche Nebenmissionen auftauchen, welche Gegner ich treffe und wie sich die Infinite Coil entwickelt, hängt teilweise von meinen Entscheidungen ab. Es gibt mehr optionale Ereignisse und Aufträge, als sich in einem Durchgang erledigen lassen. Selbst persönliche Missionsketten können verschwinden, wenn ich sie ignoriere oder die betreffende Figur stirbt.
Das alles erinnert nicht zufällig an Xcom. Hinter dem Entwicklerstudio Bit Reactor(öffnet im neuen Fenster) stehen ehemalige Firaxis-Leute; Studiogründer und Game Director Greg Foertsch arbeitete dort 22 Jahre.
Aus Xcom wird Star Wars
Foertsch wollte nach seinem Abschied ein neues Rundentaktikspiel entwickeln, als ihn der inzwischen verstorbene Respawn-Gründer Vince Zampella anrief. Nach einem Gespräch über das Konzept fragte Zampella, ob er daraus ein Star-Wars-Spiel machen könne. Daraus entstand Zero Company.
Schauplatz sind die Klonkriege. Hawke führt eine zusammengewürfelte Söldnertruppe aus ehemaligen Republikanern, Separatisten und anderen Spezialisten. Ihr Gegner ist die Infinite Coil, ein separatistennaher Kult, dessen Mitglieder durch die Shadow Plague ungewöhnliche Fähigkeiten entwickeln.
Nach meinen ersten Stunden macht Zero Company vor allem Lust auf mehr. Die Kämpfe sind zugänglich, flott und spannend, Beziehungen, Permadeath und Strategie versprechen schwierige Entscheidungen. Positiv fällt auch die überzeugende deutsche Sprachausgabe auf. Star Wars Zero Company erscheint am 27. August 2026 für Windows-PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S.
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