Zephyr: Razer entfernt N95-Bewertung aus Werbung für Atemmaske

Kann die Razer Zephyr in Zeiten von Corona als Schutz genutzt werden? Die N95-Werbung dafür verwirrt Kunden, deshalb entfernt Razer sie.

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Die Razer Zephyr ist nicht für einen ausreichenden N95-Schutz geeignet.
Die Razer Zephyr ist nicht für einen ausreichenden N95-Schutz geeignet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Ursprünglich hatte Razer die eigene skurrile und RGB-leuchtende Atemmaske Zephyr mit N95-getesteten Filtern beworben. Das stieß in der Community und Käuferschaft auf Verwirrung. Deshalb zieht Razer die Aussagen nun zurück. "Um Verwirrung zu vermeiden, sind wir dabei, alle Hinweise auf Filter der N95-Klasse aus unseren Marketingmaterialien zu entfernen. Wir werden in Kürze auch bestehende Kunden kontaktieren, um sie darauf hinzuweisen", schreibt das Unternehmen in einer offiziellen Stellungnahme per E-Mail.

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Dabei betont Razer, dass die Filter tatsächlich offiziell auf N95-Filterfähigkeit geprüft wurden. Dieser Standard würde dem in Deutschland für viele öffentliche Orte notwendigen FFP2-Standard genügen. Allerdings wurde nicht das gesamte Produkt auf eine entsprechende Filtrierung getestet. "Gemäß den Aussagen auf der Webseite und der Informations-Materialien für die Produkte ist das Wearable aber weder ein Medizinprodukt noch als N95-Maske zertifiziert", ergänzt Razer.

Tatsächlich hat die Bastlerin und Youtuberin Naomi Wu sich offenbar bei der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC und bei der FDA gemeldet und angemerkt, dass Razer mit dem N95-Rating in Werbematerialien Kunden in die Irre führt. Es ist wahrscheinlich, dass der Konzern die Nennung der Zertifizierung unter anderem deshalb entfernt.

Zephyr Pro integriert Mikrofon

Im Golem.de-Test haben auch wir uns gefragt, ob die Maske wirklich als FFP2-Ersatz in Coronazeiten taugen würde. Wir mussten das anzweifeln, da an den Seiten und den Filterhalterungen ungefilterte Luft jederzeit ein- und austreten kann. Auch sind die eigentlichen Filterpads für eine angenehme Atmung zu klein, was beim Tragen der Maske auffällt. Die seitlichen Filter mit aktiver Kühlung scheinen nahezu wirkungslos zu sein. Zudem sind die Lüfter relativ laut.

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Trotz der Einschränkungen: Razer will mit der Zephyr Pro eine verbesserte Version der Atemmaske auf den Markt bringen. Diese wird sich vor allem durch ein integriertes Mikrofon inklusive Lautsprecher vom bisherigen Modell unterscheiden. So sollen tragende Personen besser wahrgenommen werden. Es scheint, als bleibe das Produkt ansonsten unverändert. Von einem ausreichenden N95-Schutz ist hier daher ebenfalls nicht auszugehen.

Nachtrag vom 12. Januar 2022, 8:50 Uhr

Wir haben den Text um weitere Informationen ergänzt. Es scheint, als reagiere Razer hier auf Anschuldigungen wegen Werbebetrug. Vielen Dank an Golem.de-Community-Mitglied sre für die Info.

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