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Zenwatch 3 im Hands on: Asus' neue Smartwatch erscheint mit Zusatzakku

Ifa 2016
Mit der Zenwatch 3 hat Asus seine erste runde Smartwatch vorgestellt. Die Android-Wear -Uhr ist rund, hat programmierbare Knöpfe und ein verhältnismäßig dünnes Gehäuse. Das ermöglicht einen Zusatzakku, der beim Tragen an der Rückseite der Uhr angebracht werden kann.
/ Tobias Költzsch
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Die neue Zenwatch 3 von Asus (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die neue Zenwatch 3 von Asus Bild: Martin Wolf/Golem.de

Asus hat seine neue Smartwatch Zenwatch 3 vorgestellt. Die Uhr läuft wie der Vorgänger mit Android Wear und zeichnet sich durch ein verhältnismäßig dünnes und gut verarbeitetes Gehäuse aus.

Asus Zenwatch 3 – Hands on
Asus Zenwatch 3 – Hands on (00:52)

Mit offiziell 9,95 bis 10,75 mm – die Uhr ist leicht gewölbt -, ist Asus' neue Smartwatch tatsächlich dünner als die Uhren vieler Konkurrenten. Das merken wir sofort am Handgelenk: Die Zenwatch 3 wirkt weniger klobig am Handgelenk als etwa die Moto 360 oder auch die Huawei Watch. Preis für dieses dünne Gehäuse ist offenbar das Fehlen eines Pulsfrequenzmessers, dies könnte für manchen Nutzer aber verschmerzbar sein.

Das Amoled-Display der Zenwatch 3 ist das gleiche, das auch Huawei in seiner Watch verbaut. Es ist 1,39 Zoll groß und löst mit 400 x 400 Pixeln auf. Das ergibt eine Pixeldichte von 289 ppi, die Darstellung wirkt entsprechend scharf.

Zwei programmierbare Knöpfe

Bedient wird die Smartwatch über Wischgesten und mit Hilfe von drei Knöpfen am rechten Rand. Der mittlere ist der Home-Button, wie ihn Google bei Verwendung von Android Wear fordert. Die beiden darüber- und darunterliegenden Knöpfe hingegen kann der Nutzer selbst mit Funktionen belegen – etwa mit favorisierten Apps, die dadurch schnell erreichbar sind.

Im Inneren arbeitet Qualcomms Wearable-Prozessor Snapdragon 2100, der Arbeitsspeicher ist 512 MByte groß. Der interne Flashspeicher hat eine Größe von 4 GByte. Ob diese Ausstattung wie erwartet zu einem flüssigen Benutzungserlebnis führt, konnten wir in unserem ersten Hands on noch nicht in Erfahrung bringen – die ausgestellten Modelle liefen alle im Demomodus.

Anklemmbarer Zusatzakku für längere Nutzung

Der Akku hat eine Nennladung von 340 mAh, was Asus zufolge für eine Laufzeit von ein bis zwei Tagen ausreichen soll. Mit einem Standby-Modus soll sich die Nutzungszeit verlängern lassen. Für eine noch längere Nutzung hat sich Asus eine sinnvolle Erweiterung ausgedacht: Mit einem Powerback genannten Zusatzakku lässt sich die Zenwatch 3 unterwegs aufladen.

Der Akku soll dabei so dünn sei, dass er sogar an der Uhr angebracht werden kann, während sie getragen wird. Gehalten wird er mit Hilfe von Magneten, die Verbindung zur Uhr erfolgt über Metallpins. Wie lange die Laufzeit der Zenwatch 3 mit Hilfe des Powerbacks ist, hat Asus nicht verraten. Auch ob der Zusatzakku zum Marktstart verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt. Anschauen konnten wir uns das Powerback noch nicht, den Preis hat Asus auch noch nicht verraten.

Zenwatch 3 ist schnellladefähig

Die Zenwatch 3 wird mit einem magnetischen Lader aufgeladen, der die gleichen Pins wie das Powerback nutzt, um sich mit der Uhr zu verbinden. Asus zufolge soll der Akku der Uhr innerhalb von 15 Minuten auf 60 Prozent geladen werden können.


Die Zenwatch 3 hat einen eingebauten Lautsprecher sowie ein Mikrofon. Nicht verbaut sind ein GPS-Empfänger und ein SIM-Karten-Steckplatz – dies hätte die Uhr dicker als jetzt gemacht.

Auf den Markt kommen soll die Zenwatch 3 im vierten Quartal 2016 in den Farben Schwarz, Silber und Roségold. Alle Modelle haben einen goldenen Zierring um das Display, der allerdings nicht besonders stark auffällt. Das Modell mit Silikonarmband soll 230 Euro kosten, die Version mit Echtleder-Armband 250 Euro. Austauscharmbänder sollen erhältlich sein.

Fazit

Die neue Zenwatch hat im ersten kurzen Test einen guten Eindruck hinterlassen. Die Uhr ist gut verarbeitet und für eine Smartwatch tatsächlich sehr dünn und leicht. Groß ist sie aufgrund des 1,39-Zoll-Displays zwar immer noch, wirkt aber weniger klobig als andere Smartwatches.

Spannend finden wir das Powerback, also den Zusatzakku, mit dem sich die Laufzeit erheblich verlängern lassen dürfte. Wir stellen uns die Lademöglichkeit dabei als temporäre Maßnahme vor: Bei wenig Akku klemmen sich Nutzer für ein, zwei Stunden den Akku an die Rückseite ihrer Zenwatch und haben anschließend wieder für längere Zeit genügend Akkuladung. Dass in diesem Zeitraum die Uhr dicker ist, halten wir für akzeptabel.

Hardware für Fitnessaktivitäten fehlt

Für Fitnessbegeisterte dürfte sich die Zenwatch 3 eher weniger eignen. Sie hat weder ein eingebautes GPS noch einen Pulsfrequenzmesser. Hier müssen Interessenten entscheiden, ob ihnen der Verzicht auf diese Funktionen das dünne Gehäuse wert ist.

Preiswert ist die Zenwatch 3 mit 230 beziehungsweise 250 Euro nicht, insbesondere, da der Zusatzakku offenbar nur als separates, kostenpflichtiges Zubehörteil erhältlich sein wird. Eine interessante Smartwatch ist Asus' neue Uhr aber allemal.


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