Zenwatch 2 im Hands on: Asus' neue Smartwatch mit Krönchen
Mit der Zenwatch 2 hat der taiwanische Hersteller Asus bereits seine zweite Android-Smartwatch vorgestellt. Wie die erste Zenwatch sieht das neue Modell edler als Smartwatches anderer Hersteller aus. Golem.de hat sich die Uhr genauer angesehen.

Der obere Teil des Gehäuses der Zenwatch 2 ist jetzt aus Edelstahl, die Uhr ist in drei Farben erhältlich: Grau, Silber und Rotgold. Die Rückseite ist aus Kunststoff, im unteren Bereich befinden sich die Ladekontakte in einer Einbuchtung. Die Verarbeitung der Uhr ist hochwertig, wir konnten keine großen Spaltmaße oder andere Verarbeitungsmängel entdecken.
Die Zenwatch 2 ist in zwei Größen erhältlich: Das große Modell misst 49 x 41 mm, das kleine 45 x 37 mm. Die größere Variante eignet sich für breite Handgelenke, an schmalen Armen sieht dieses Modell hingegen zu klobig aus. Eher zart gebaute Nutzer sollten daher die kleinere Variante wählen. Generell gilt aber auch bei der Zenwatch 2: Wer keine großen Uhren mag, wird die Smartwatch möglicherweise zu groß finden.
Gut verarbeitete Leder- und Metallarmbänder
Asus wirbt mit den großen Kombinationsmöglichkeiten bei der Wahl der Armbänder und der Farben. Wir konnten uns eine Uhr mit einem Lederarmband und eine mit einem Metallarmband anschauen. Die Armbänder sind ebenso gut verarbeitet wie die Uhr. Gut gefällt uns das Metallarmband mit großen Gliedern. Wer eine kleine Uhr wählt, bekommt ein feineres Metallarmband. Das passt deutlich besser zum kleineren Modell.
Am Arm ist uns die Smartwatch nicht zu schwer, sie lässt sich ebenso angenehm tragen wie eine herkömmliche Uhr. Allerdings ist sie immer noch deutlich dicker als eine normale Herrenuhr, verglichen mit anderen Smartwatches sind die Ausmaße aber im Rahmen.
Noch kein Test des Android-Wear-Systems möglich
Das eckige Display der Zenwatch 2 hat ein leicht gebogenes Schutzglas aus Gorilla Glass 3. Auf der Smartwatch läuft Android Wear, das Asus wie beim Vorgänger um einige Funktionen erweitert hat. Am Messestand des Herstellers gab es praktischerweise keine Uhr, auf der wir uns das System anschauen konnten – auf allen Modellen lief ausschließlich der Demo-Modus.
Dementsprechend beschränkt sich unsere Interaktion mit der Uhr auf das Wegwischen der Demo-Karten. Immerhin konnten wir auf diese Weise feststellen, dass der Touchbildschirm gut auf Eingaben reagiert. Des weiteren konnten wir herausfinden, was die neue Krone kann: Asus hatte sie damit beworben, dass sie eine "neue Art der Bedienung" ermöglichen solle.
Krone ist offenbar nur ein Einschalter
Die Realität scheint deutlich nüchterner zu sein: Soweit wir feststellen konnten, handelt es sich bei der Krone lediglich um einen Einschalter, der in die Mitte der Krone integriert wurde. Da der Demo-Modus von Android Wear lief, konnten wir die Uhr nicht ausschalten. Drücken wir allerdings lange auf den Knopf, öffnet sich ein Menü, worüber der Nutzer beispielsweise die Uhr ausschalten kann – wie bei anderen Smartwatches mit Einschaltknopf.
Die Krone selbst scheint keine Funktion zu haben: Wir konnten sie weder drehen noch in einer anderen Art und Weise bewegen, die bei uns den Eindruck hinterlassen hätte, dass wir damit irgendetwas steuern könnten.
Fazit
Asus' neue Zenwatch 2 hat auf uns einen guten ersten Eindruck gemacht. Die Uhr wirkt nicht so billig wie manch andere Smartwatch. Dazu tragen maßgeblich das Edelstahlgehäuse und die Leder- sowie Metallarmbänder bei. Die Gummiarmbänder sind sicherlich günstiger und für Sportler besser geeignet, lassen die Uhr aber auch weniger edel wirken. Im Ernstfall kann der Nutzer auch zwei Armbänder kaufen und sie bei Bedarf wechseln.
Wenig überzeugt sind wir von der Krone der Zenwatch 2: Zwar können wir dank fehlendem Betriebssystem noch nicht ganz sicher sein, aber wie es scheint, ist die Krone tatsächlich nur ein Einschalter. Das wäre etwas wenig dafür, dass Asus die Krone als neues Bedienkonzept anpreist.
Spannend wird sein, welchen Preis Asus für die Zenwatch 2 ansetzt. Das erste auf der Ifa 2014 vorgestellte Modell kam für 200 Euro in den Handel, was in etwa dem Preis der damaligen Konkurrenzgeräte entsprach. Aufgrund des Metallgehäuses dürfte die neue Zenwatch 2 sicherlich nicht weniger kosten. Mit einem Leder- oder Metallarmband dürfte sich der Preis nochmal erhöhen.
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