Abo
  • IT-Karriere:

Zensur: Russland blockiert Protonmail

Von einer "subtilen Blockade" spricht der Protonmail-CEO. Die Weboberfläche kann weiterhin erreicht werden, russische Mails können jedoch nicht mehr empfangen werden. Auch andere Mailanbieter und Tor-Server sind von der Blockade betroffen.

Artikel veröffentlicht am ,
Protonmail-Nutzer erhalten keine russischen E-Mails mehr.
Protonmail-Nutzer erhalten keine russischen E-Mails mehr. (Bild: Pixabay/Pixabay)

Russische Internetprovider müssen mehrere Server des E-Mail-Anbieters Protonmail blockieren. Hintergrund sollen Bombendrohungen sein, die im Januar zu einer Evakuierung von mehreren Schulen und Regierungsgebäuden geführt haben. Zuerst hatte Techcrunch berichtet.

Stellenmarkt
  1. ITEOS, verschiedene Standorte
  2. Rational AG, Landsberg am Lech

Auf einem russischen Blog wurde eine Kopie der Anordnung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB veröffentlicht: Laut dieser müssen insgesamt 26 IP-Adressen von russischen Providern blockiert werden. Darunter sind zwei Protonmail-Mailserver, mehrere Server des Anonymisierunsdienstes Tor sowie verschiedene andere Mailanbieter. Die IP-Adresse eines Tor-Exit-Nodes findet sich gleich zweimal in der Liste.

Die Protonmail-Nutzer können weiterhin auf die Weboberfläche zugreifen. "Protonmail wird nicht auf dem üblichen Weg blockiert, die Blockade ist subtiler", sagt der Protonmail-Gründer und CEO Dr. Andy Yen zu Techcrunch. "Sie blockieren den Zugang zu den Protonmail-Mailserveren. Beispielsweise kann Mail.ru - und die meisten anderen russischen Mailserver - keine E-Mails mehr an Protonmail zustellen. Russische [Protonmail-]Nutzer können jedoch problemlos an ihre Mailboxen gelangen." Protonmail arbeite bereits an technischen Maßnahmen, um seinen russischen Nutzern weiterhin ihre Dienste anbieten zu können, erklärt Yen.

In Russland wird viel blockiert

In Moskau demonstrierten am 10. März 15.000 Menschen gegen die zunehmende Überwachung im Internet. Mitte des vergangenen Jahres begann Russland damit, den Messenger Telegram zu blockieren - allerdings wenig erfolgreich. Über Proxy-Server kann Telegram weitergenutzt werden. Zuvor war in Russland bereits der Messenger Zello gesperrt worden, eine "Walkie-Talkie-App", die zwischenzeitlich zur Kommunikation bei Protesten in Russland eingesetzt wurde. Weil Zello auf Amazons AWS-Dienste auswich, blockierte die russische Behörde für Telekommunikationsregulierung Roskomnadzor zwischenzeitlich bis zu 13,5 Millionen IP-Adressen von AWS.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Assassin's Creed Odyssey für 24,99€, Monster Hunter World - EU Key für 30,49€)
  2. 53,99€ (Release am 27. August)
  3. (aktuell u. a. Asus Vivobook 15 für 589,00€, Nero AG Platinum Recording Software für 59,90€)

ML82 12. Mär 2019

... die meisten drohbriefe werden mit msword verfasst ...

spitfire_ch 12. Mär 2019

Ein Grossteil der Wörter ist nicht hochgeladen worden. Da trifft ihn keine Schuld!


Folgen Sie uns
       


Lenovo Smart Display im Test

Die ersten Smart Displays mit Google Assistant kommen von Lenovo. Die Geräte sind ordentlich, aber der Google Assistant ist nur unzureichend an den Touchscreen angepasst. Wir zeigen in unserem Testvideo die Probleme, die das bringt.

Lenovo Smart Display im Test Video aufrufen
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
  3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom
Lightyear One
Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.
Von Wolfgang Kempkens

  1. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren
  2. Elektromobilität EnBW will weitere 2.000 Schnellladepunkte errichten
  3. Elektromobilität Verkehrsminister will Elektroautos länger und mehr fördern

    •  /