Abo
  • Services:
Anzeige
LinkedIn: inhaltliche Einschränkungen nur, wenn es die Regierung verlangt
LinkedIn: inhaltliche Einschränkungen nur, wenn es die Regierung verlangt (Bild: Andrew Harrer/Bloomberg via Getty Images)

Zensur in China: LinkedIn verspricht "keinen vorauseilenden Gehorsam"

LinkedIn hat ein Angebot für Nutzer in China eröffnet. Es muss sich dafür den dortigen Zensurbestimmungen fügen, verspricht aber Transparenz.

Anzeige

Das soziale Netzwerk LinkedIn hat eine Betaversion seines Angebots in Chinesisch eingerichtet. Die Website nutzt Kurzzeichen, richtet sich also an Nutzer in der Volksrepublik China. Dort gibt es derzeit nach offiziellen Angaben 618 Millionen Internetnutzer.

Anders als etwa Twitter oder Facebook ist LinkedIn in China offensichtlich nicht gesperrt: Das englischsprachige Angebot sei in China seit über zehn Jahren verfügbar, schreibt Derek Shen, Leiter des China-Geschäfts von LinkedIn, im Unternehmensblog.

Das chinesische Dilemma

Derzeit hat LinkedIn nach Shens Angaben bereits rund vier Millionen Nutzer in China. Durch die Anpassung hofft das Unternehmen auf 140 Millionen neue Mitglieder. Dadurch würde LinkedIn um mehr als die Hälfte wachsen: Derzeit hat das Netz rund 277 Millionen Nutzer. Mit Chinesisch in Kurzzeichen gibt es das LinkedIn-Angebot in 22 Sprachen.

LinkedIn will verschiedene lokale Dienste integrieren: So sollen Nutzer ihre Kontakte aus den Angeboten Weibo und Wechat einfach importieren können. Weibo ist der größte chinesische Microbloggingdienst, der von dem Unternehmen Sina betrieben wird. Wechat ist ein Kommunikations- und Instant-Messaging-Dienst für das Smartphone von Tencent.

Wie alle Unternehmen, die in China aktiv sind, muss sich auch LinkedIn den Zensurforderungen der Regierung in Peking fügen. "Unsere Präsenz in China auszubauen, bedeutet eine Herausforderung, der sich unser Unternehmen direkt, deutlich und in Übereinstimmung mit unseren Werten stellen muss", erklärt LinkedIn-Chef Jeff Weiner.

Zensur-Dilemma

LinkedIn sei gegen jede Form von Zensur durch eine Regierung. Nicht in China aktiv zu sein bedeute aber, chinesischen Geschäftsleuten die Möglichkeit zu nehmen, sich mit Nutzern aus aller Welt zu vernetzen, und ihnen dadurch die Möglichkeit zu verwehren, "die wirtschaftlichen Chancen, Träume und Rechte, die ihnen am wichtigsten sind, zu verfolgen und wahrzunehmen."

LinkedIn werde keinen vorauseilenden Gehorsam üben, sondern inhaltliche Einschränkungen erst dann vornehmen, wenn und in welchem Maße die Regierung das verlange, kündigte Weiner an. Das Unternehmen werde umfangreiche Maßnahmen ergreifen, um die Rechte und Daten der Mitglieder zu schützen. Außerdem werde es "transparent machen, wie es seine Geschäfte in China führt, und wird seine Nutzer auf verschiedenen Wegen über unsere Tätigkeiten informieren."


eye home zur Startseite
Ipa 25. Feb 2014

Er sagte doch das dieses Netzwerk schon seit 10 Jahren erreichbar ist. Wenn es was zu...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Zentrum Bayern Familie und Soziales, München, Bayreuth
  2. DEKRA SE, Stuttgart
  3. Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen
  4. AKDB Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern, München


Anzeige
Top-Angebote
  1. (50% Rabatt!)
  2. 219,00€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. Gear VR 66,00€, Gear S3 277,00€)

Folgen Sie uns
       


  1. Komplett-PC

    In Nvidias Battleboxen steckt AMDs Ryzen

  2. Internet

    Cloudflare macht IPv6 parallel zu IPv4 jetzt Pflicht

  3. Square Enix

    Neustart für das Final Fantasy 7 Remake

  4. Agesa 1006

    Ryzen unterstützt DDR4-4000

  5. Telekom Austria

    Nokia erreicht 850 MBit/s im LTE-Netz

  6. Star Trek Bridge Crew im Test

    Festgetackert im Holodeck

  7. Quantenalgorithmen

    "Morgen könnte ein Physiker die Quantenmechanik widerlegen"

  8. Astra

    ZDF bleibt bis zum Jahr 2020 per Satellit in SD verfügbar

  9. Kubic

    Opensuse startet Projekt für Container-Plattform

  10. Frühstart

    Kabelnetzbetreiber findet keine Modems für Docsis 3.1



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

XPS 13 (9365) im Test: Dells Convertible zeigt alte Stärken und neue Schwächen
XPS 13 (9365) im Test
Dells Convertible zeigt alte Stärken und neue Schwächen
  1. Prozessor Intel wird Thunderbolt 3 in CPUs integrieren
  2. Schnittstelle Intel pflegt endlich Linux-Treiber für Thunderbolt
  3. Asus B9440 im Test Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business

  1. WEnn Remake, dann bitte

    Cycl0ne | 21:23

  2. Re: Der Artikel strotzt vor falschen...

    HubertHans | 21:22

  3. Auch wenn

    kn4llfrosch | 21:22

  4. Re: Beweisen muss man das nicht unbedingt

    EhNickma | 21:17

  5. Re: Störende Kabel?

    /mecki78 | 21:16


  1. 18:08

  2. 17:37

  3. 16:55

  4. 16:46

  5. 16:06

  6. 16:00

  7. 14:21

  8. 13:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel