Abo
  • Services:

Zensur: Google warnt chinesische Nutzer vor falschen Wörtern

Google weist chinesische Nutzer ab sofort darauf hin, wenn sie einen falschen Suchbegriff eingeben. Das soll verhindern, dass die Suchmaschine eine Zeit lang gesperrt wird, wenn ein Nutzer nach einem zensierten Begriff sucht.

Artikel veröffentlicht am ,
Begriff führt zur Ausfall: Google weist auf Zensur hin.
Begriff führt zur Ausfall: Google weist auf Zensur hin. (Bild: Google)

Google warnt ab sofort Internetnutzer in China, wenn diese gesperrte Wörter in die Suchmaschine eingeben. Dadurch sollen Probleme bei der Nutzung der Suchmaschine verhindert werden, schreibt Alan Eustace, Bereichsleiter bei Google, in Inside Search, dem Blog der Suchmaschine.

Google gesperrt

Stellenmarkt
  1. BerlinOnline Stadtportal GmbH & Co. KG, Berlin
  2. Auvesy GmbH, Landau in der Pfalz

Es habe immer wieder Beschwerden von Nutzern aus China gegeben, die Schwierigkeiten mit der Google-Suche in Hongkong hatten. Bei bestimmten Suchen hätten sie eine Fehlermeldung erhalten. Danach sei die Suchmaschine eine Zeit lang nicht nutzbar gewesen.

Eine Überprüfung habe ergeben, dass das Problem nicht auf Seiten von Google lag, berichtet Alan Eustace. Stattdessen habe sich ein direkter Zusammenhang zwischen den Sperrungen und bestimmten Suchwörtern gezeigt. Daraufhin hätten Google-Mitarbeiter die 35.000 beliebtesten Suchbegriffe analysiert und diejenigen herauszufiltern versucht, die mutmaßlich für die Fehlermeldung verantwortlich sind.

Alltagsbegriffe

Bemerkenswerterweise sind unter den gesperrten Wörtern auch ganz alltägliche Begriffe, etwa das Wort Jiang, das Fluss heißt und ein verbreiteter Nachname ist. Gibt der Nutzer ein solches Wort in das Suchfeld ein, wird das Schriftzeichen markiert und es wird der Hinweis eingeblendet, dass dieser Begriff eine zeitweise Sperrung von Google verursachen kann.

"Indem wir die Nutzer dazu auffordern, ihre Suche zu ändern, hoffen wir, diese Unterbrechungen einzuchränken und das Nutzererlebnis in Festlandchina zu verbessern", sagt Eustace. Was er nicht sagt: Auf diese Weise führt Google den Nutzern auch vor Augen, was in China zensiert wird.

Umschrift statt Schriftzeichen

Das Unternehmen bevormundet seine Nutzer nicht: Diese könnten trotz der Warnung ihre Suche abschicken. Google weist explizit darauf hin, dass eine mögliche Sperre des Dienstes dann nicht in der Verantwortung des Unternehmens liege. Chinesischen Nutzern, die das lateinische Alphabet beherrschen, rät Eustace, statt des Schriftzeichens den Begriff in der Pinyin-Umschrift einzugeben. Die Suchmaschine finde dann die gewünschten Ergebnisse, ohne dass es zu einer Fehlermeldung komme.

Seit Anfang 2010 weigert sich Google, in China bestimmte Suchbegriffe zu zensieren, wie die Behörden es fordern. Daraufhin musste sich das Unternehmen aus China zurückziehen und sein Angebot Google.cn einstellen. Chinesische Google-Nutzer sind seither auf das Hongkonger Angebot angewiesen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate kaufen
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

das hatten wir... 04. Jun 2012

kt

Christian Nickels 03. Jun 2012

Hallo Flasher395! Dein Beitrag war wirklich gut und fundiert geschrieben. Falls du...

HabeHandy 02. Jun 2012

Wer freiwillig Nacktfotos von A.Merkel sehen will gehört SOFORT in die geschlossene...

attitudinized 02. Jun 2012

http://www.grafein.de/studentenprojekte/heine/images/content/kapitel12.gif

HabeHandy 02. Jun 2012

Vielleicht wegen den unfreiwilligen Umsiedlungen aufgrund des Drei-Schluchten-Damms...


Folgen Sie uns
       


Sony E3 2018 Pressekonferenz - Live (techn. Probleme)

Sony hatte während der Übertragung der Pressekonferenz der E3 2018 massive technische Probleme. Abseits davon waren die gezeigten Spiele aber sehr gut. Trotzdem empfehlen wir, den Abschnitt nach The Last of Us bis zu Ghost of Tsushima zu überspringen. (Minute 40-50)

Sony E3 2018 Pressekonferenz - Live (techn. Probleme) Video aufrufen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test: Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test
Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen

In diesem Monat kommt der dritte digitale Assistent auf einem smarten Lautsprecher nach Deutschland: Siri. Wir haben uns angehört, was die deutsche Version auf dem Homepod leistet.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Patentantrag von Apple Neues Verfahren könnte Siri schlauer machen
  2. Siri vs. Google Assistant Apple schnappt sich Googles KI-Chefentwickler
  3. Digitaler Assistent Apple will Siri verbessern

Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
Elektroautos
Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
  2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
  3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

Business-Festival: Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden
Business-Festival
Cebit verliert 70.000 Besucher und ist hochzufrieden

Cebit 2018 Zur ersten neuen Cebit sind deutlich weniger Besucher als im Vorjahr gekommen. Dennoch feiern Messe AG, Bitkom und Aussteller den Relaunch der Veranstaltung als Erfolg. Die Cebit 2019 wird erneut etwas verlegt.

  1. Festival statt Technikmesse "Die neue Cebit ist ein Proof of Concept"

    •  /