Zenfone und ROG Phone: Asus produziert keine Smartphones mehr

Asus wird keine neuen Smartphones mehr produzieren. Das hat der Vorstandsvorsitzende Jonney Shih auf einem Event in Taiwan, dem Heimatland des Unternehmens, erklärt, wie Ars Technica berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Shih soll dabei eher von einer Pause gesprochen haben als von einem finalen Aus.
Asus wolle auf unbegrenzte Zeit mit der Produktion neuer Modelle warten. Das Unternehmen brachte bis zum letzten Jahr Modelle seiner Zenfone-Serie heraus sowie Gaming-Smartphones der ROG-Reihe. Diese waren stets sehr hochwertig ausgestattet, etwa mit schnellen Displays, viel Speicher und Qualcomms aktuellem SoC.
Allerdings waren die Geräte auch sehr teuer – das ROG Phone 9 Pro kostet im Webshop von Asus(öffnet im neuen Fenster) immer noch 1.300 Euro. Dafür sind zahlreiche Konkurrenzmodelle erhältlich, die in der Leistung kaum schlechter sind und vor allem eine längere Softwareunterstützung haben.
Gute Hardware, weniger gute Software-Unterstützung
Nachdem Asus jahrelang nur zwei Jahre lang Updates angeboten hatte, gab es am Ende immerhin zwei Android-Versionen und fünf Jahre lang Sicherheitsupdates. Verglichen mit der Konkurrenz ist das immer noch sehr kurz: Samsung und Google bieten sieben Jahre Sicherheits- und Versionsaktualisierungen an.
Statt auf Smartphones will sich Asus auf die PC-Sparte und KI-Server konzentrieren. Im Jahr 2025 konnte das Unternehmen einen Zuwachs von 26,1 Prozent bei den Einnahmen verzeichnen. Die Smartphone-Sparte dürfte daran nur einen geringen Anteil gehabt haben – Asus erscheint seit Jahren nicht mehr auf den Listen der erfolgreichsten Smartphone-Hersteller weltweit.
Ob Asus wirklich nur eine Pause vom Smartphone-Geschäft macht, ist daher fraglich. Wahrscheinlicher erscheint es, dass es künftig keine Mobiltelefone des taiwanischen Herstellers geben wird.