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Zenfone 11 Ultra im Hands-on: Asus' Galaxy-S24-Alternative startet ab 900 Euro

Asus ' Zenfone 11 Ultra ist ein ROG Phone ohne Gaming-Funktionen – dafür mit KI . Für den Preis bekommen Käufer sehr gute Hardware.
/ Tobias Költzsch
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Das Zenfone 11 Ultra von Asus (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Zenfone 11 Ultra von Asus Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Asus hat mit dem Zenfone 11 Ultra ein neues Smartphone im Premium-Segment vorgestellt. Anders als das Zenfone 10 handelt es sich um ein Smartphone mit großem Display; viele Hardwarekomponenten wurden vom Gaming-Modell ROG Phone 8 übernommen. Im Hands-on hinterlässt das Zenfone 11 Ultra einen guten ersten Eindruck – und kann sich dank der Vorbestellaktion auch preislich als Alternative zur Konkurrenz empfehlen.

Das Zenfone 11 Ultra hat einen 6,78 Zoll großen AMOLED-Bildschirm von Samsung mit einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln. Die Bildrate wird standardmäßig im Bereich von 1 bis 120 Hz automatisch reguliert (LTPO), in Spielen stehen auch 144 Hz zur Verfügung. In hellem Tageslicht liegt die maximale Helligkeit Asus zufolge bei hohen 1.600 cd/m², die maximale Helligkeit bei HDR-Inhalten beträgt 2.500 cd/m².

Die Blickwinkelstabilität ist gut, die Farben in der Voreinstellung recht kräftig – das lässt sich in den Einstellungen aber entschärfen. Insgesamt betrachtet macht das Display des Zenfone 11 Ultra einen guten ersten Eindruck. Die Frontkamera mit 32 Megapixeln ist in einem Loch im Display verbaut.

Dreifachkamera vom ROG Phone 8 Pro

Auf der Rückseite aus schimmernd reflektierendem Glas ist eine Dreifachkamera eingebaut. Es handelt sich um die gleiche Konfiguration, die Asus auch im ROG Phone 8 Ultra einsetzt: Die Hauptkamera hat 50 Megapixel und eine Gimbal-Stabilisierung, die Superweitwinkelkamera kommt mit 13 Megapixeln. Die Telekamera hat 32 Megapixel und bietet eine Dreifachvergrößerung.

Der erste Bildeindruck des Kamerasystems ist gut und – wenig überraschend – dem des ROG Phone 8 Pro sehr ähnlich. Die Gesamtschärfe ist gut, ebenso die Bilddynamik. Die mit der Superweitwinkelkamera gemachten Aufnahmen sind etwas dunkler belichtet als die mit der Hauptkamera geschossenen Bilder. Das Tele soll KI verwenden, um Details bei hoher digitaler Vergrößerung zu verbessern – in der Tat wirken Bilder mit mehr als fünffacher Vergrößerung besser als beim ROG Phone 8 Pro.

Der Gimbal hält das Bild stabil, was vor allem bei Videoaufnahmen mit Schwenks bemerkbar ist. Die Bildstabilisierung ist auch bei voller Videoauflösung mit 8K bei 24 fps nutzbar. Insgesamt macht die Kamera einen guten Eindruck.

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Im Inneren des Zenfone 11 Ultra steckt Qualcomms Snapdragon 8 Gen 3, der die erwartet hohe Leistung bringt. Im Geekbench 6 erreicht das Smartphone einen Single-Core-Wert von 2.281 Zählern, im Multi-Core-Test kommt das Smartphone auf 7.143 Punkte. Das liegt auf dem Niveau des Samsung Galaxy S24 Ultra und des ROG Phone 8 Ultra, das jedoch im Multi-Core-Bereich einige Prozent mehr schafft.

Starke Leistung und pures Android

Das Zenfone 11 Ultra ist entsprechend leistungsfähig und hat in unserem Hands-on mit keinerlei Apps Probleme gehabt. Die aufgeräumte Benutzeroberfläche läuft absolut flüssig. Asus stellt die Nutzer wie gewohnt vor die Wahl, eine reine Android-Oberfläche oder eine leicht durch Asus angepasste zu verwenden. Erfreulicherweise installiert der Hersteller auch bei seinem neuen Smartphone keine Bloatware – neben den Google-Anwendungen findet sich eine Galerie-App, Phone Clone zum Übertragen von Daten und Glide X(öffnet im neuen Fenster) .

Auch Asus setzt auf KI-Funktionen

Asus kündigte für das Zenfone 11 Ultra eine Reihe von KI-Anwendungen an, von denen sich ein paar bereits auf dem Smartphone befinden. Dazu gehört die Möglichkeit, nach Einstellungen mit vollen Sätzen suchen zu können. Die Eingabe etwa, dass wir unsere Interneteinstellungen verwalten wollen, bringt tatsächlich eine Reihe von passenden Einstellungsoptionen zum Vorschein – beim Pixel 8 Pro als Vergleich funktioniert das so nicht.

Zu den anderen bereits umgesetzten KI-Optionen gehört eine Bildersuche in der Asus-Galerie und nach Apps im App-Drawer sowie ein Porträt-Videomodus. Per Update sollen eine Direktübersetzung mit Sprachausgabe beim Telefonieren, wie sie auch Samsungs aktuelle Galaxy-S24-Geräte bieten, eine KI-Transkriptionsfunktion des Audio-Rekorders und eine KI-Geräuschunterdrückung bei Telefonaten. Unklar ist aktuell noch, ob die KI-Funktionen auch auf das ROG Phone 8 gebracht werden. Pläne, für die Funktionen Geld zu verlangen, hat Asus nicht.

Ausgeliefert wird das Zenfone 11 Ultra mit Android 14. Asus zufolge soll das Smartphone vier Jahre lang Sicherheitsupdates sowie zwei Android-Upgrades bekommen. Angesichts der Topmodelle der Konkurrenz von Apple, Google und Samsung ist das ein kürzerer Zeitraum, aber immerhin mehr als die früher bei Asus üblichen und indiskutablen zwei Jahre.

Das Zenfone 11 Ultra hat einen Klinkenanschluss für Kopfhörer und unterstützt gleichzeitig Snapdragon Sound. Der Akku hat eine Nennladung von 5.500 mAh, er lässt sich mit bis zu 65 Watt laden. Ein Netzteil legt Asus nicht bei. Drahtloses Laden ist mit bis zu 15 Watt möglich, der neue Standard Qi 2 wird nicht unterstützt. Asus zufolge soll die Akkulaufzeit länger als bei der Konkurrenz sein.

Fazit

Das Zenfone 11 Ultra macht im ersten Hands-on einen guten Eindruck: Es hat eine Top-Ausstattung, ist hochwertig verarbeitet und kommt ohne Bloatware. Wer die Hardware des ROG Phone 8 Ultra interessant findet, sich aber mit dem Design nicht anfreunden kann, dem könnte das neue Zenfone gefallen.

Es zeigt kaum Schwächen – lediglich die Kamera ist verglichen mit der Konkurrenz etwas weniger scharf. Auch über den Update-Zeitraum könnte Asus noch einmal nachdenken – vier Jahre sind im Premiumbereich mittlerweile eher das Minimum.

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Interessant als Alternative zu anderen Top-Smartphones könnte das Zenfone 11 Ultra auch wegen des Preises werden – vor allem im Vorbestellzeitraum bis zum 14. April 2024: Dann kostet die Version mit 12 GByte RAM und 256 GByte Speicher statt 1.000 Euro 900 Euro. Das sind rund 140 Euro weniger als für das Galaxy S24+ mit vergleichbarer Speicherausstattung. Das Modell mit 16 GByte RAM und 512 GByte Speicher kostet statt 1.100 Euro 1.000 Euro.


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