Zendis: Pläne für einheitlichen Behörden-Desktop kaum haltbar

Ab 2025 soll der Open-Source-Arbeitsplatz für die Verwaltung kommen. Personal und Geld gibt es dafür aber kaum, zeigt eine Anfrage der Linken.

Artikel veröffentlicht am ,
Der einheitliche Behörden-Desktop soll 2025 kommen.
Der einheitliche Behörden-Desktop soll 2025 kommen. (Bild: Pixabay)

Um die Arbeiten an dem seit Jahren geplanten souveränen Arbeitsplatz für die öffentliche Verwaltung, der als gemeinsames Projekt von Bund und Ländern umgesetzt werden soll, sieht es weiter schlecht aus. Denn das unter anderem dafür zuständige Zentrum für digitale Souveränität (Zendis) ist sowohl personell als auch finanzielle weiter sehr schlecht ausgestattet, wie Anfragen der Abgeordneten Anke Domscheit-Berg (Linke) an die Bundesregierung zeigen. Domscheit-Berg kritisiert, dass das Zendis damit "trotz steigender Relevanz ausgebremst" werde.

Bereits vor dem offiziellen Start gab es breite Kritik an der Ausgestaltung des Zendis. So war zwar geplant, dass diese neu geschaffene Institution die Federführung für die Arbeit an dem souveränen Arbeitsplatz übernehmen soll, ein festes Budget dafür gab es damals jedoch nicht. Wie die Antworten der Regierung auf die Fragen von Domscheit-Berg nun zeigen, hat das Zendis zwar inzwischen drei feste Mitarbeiter für den als Open Desk bezeichneten Arbeitsplatz. Eine offizielle Beauftragung durch den Bund zur "Umsetzung und Weiterentwicklung" von Open Desk ist jedoch nicht erfolgt, soll aber noch 2024 geschehen.

Eine vorhergehende Anfrage von Domscheit-Berg zeigte, dass der Bund bereits ab 2025 mit dem Roll-out von Open Desk beginnen will. Unter Bezug auf die aktuellen Antworten schreibt die Abgeordnete: "Mir ist völlig schleierhaft, wie dieses Ziel erreicht werden soll, denn auch ein Jahr nach seiner Gründung gibt es für Open Desk nur drei Mitarbeiter beim Zendis und überhaupt keine Beauftragung durch den Bund, dabei sollte Opendesk das wichtigste Projekt des Zendis sein und ist auch Schwerpunkt einer neuen deutsch-französischen Vereinbarung zur Förderung von Open Source."

Erstmals angekündigt hatten Bund und Länder den Plan, einen gemeinsamen souveränen Arbeitsplatz zu erstellen, im November 2021. Initiales Ziel des Projekts war es dabei, bisherige Vorhaben in diese Richtung zu synchronisieren und abzustimmen. So hatten zuvor bereits etwa Hamburg und Schleswig-Holstein mitgeteilt, weitestgehend auf Open-Source-Software in der Verwaltung wechseln zu wollen. Laut Domscheit-Berg ist bisher aber kein einziges Bundesland an Zendis beteiligt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


norinofu 12. Mär 2024 / Themenstart

Ist den deine Website repräsentativ für die genannte Zielgruppe? Ich arbeite zwar nicht...

LeeRoyWyt 12. Mär 2024 / Themenstart

Sehe nicht, dass irgendwer da irgendwas lernt. Kenne genug Praxisbeispiele, wo einfach...

ronda-melmag 12. Mär 2024 / Themenstart

Sina ist ja auch kein Desktop, sondern eine gesichterte VM auf der dann ein meist Windows...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
DP++ ohne Adapter
In diesen Displayport-Anschluss passen auch HDMI-Kabel

Ein Youtuber hat einen seltenen Displayport-Anschluss entdeckt, der auch mit HDMI kompatibel ist - ganz ohne Adapter.

DP++ ohne Adapter: In diesen Displayport-Anschluss passen auch HDMI-Kabel
Artikel
  1. Ausfälle bei E-Rezepten: Es ist zum Verrücktwerden
    Ausfälle bei E-Rezepten
    "Es ist zum Verrücktwerden"

    Bei den Apothekern liegen die Nerven blank, weil seit mehreren Tagen jeweils stundenlang das Abrufen der E-Rezepte nicht funktioniert. Die Gematik gibt die Schuldzuweisung weiter.

  2. Erneuernbare Energien: Sand Battery speichert erneuerbaren Strom für Fernwärme
    Erneuernbare Energien
    Sand Battery speichert erneuerbaren Strom für Fernwärme

    In Finnland wird ein Speicher gebaut, der Strom in Form von Wärme speichert. Damit wird im Winter geheizt.

  3. Astrobiologie: Könnten Bärtierchen den Mond besiedelt haben?
    Astrobiologie
    Könnten Bärtierchen den Mond besiedelt haben?

    Auf dem Mond sind Bärtierchen abgestürzt. Diese Lebewesen sind äußerst robust und einiges deutet darauf hin, dass sie den Absturz der Raumsonde Beresheet überlebt haben könnten. Es gibt aber auch Punkte, die dagegensprechen.
    Ein Bericht von Patrick Klapetz

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Rabatt-Coupons bei MediaMarkt • Ryzen 9 5950X 341,20€ • Philips OLED TV 55" 120Hz Ambilight 1.279€ • Logitech Gaming-Zubehör -44% • Android Weeks • Bethesda Spring Sale (PC) • Koorui Gaming-Monitore bis -30% • EA-Spiele bis -81% • Denon AVR-X2800H + Home 150 599€ [Werbung]
    •  /