Zenbook Duo mit Panther Lake im Test: Dieser Laptop mag Linux ganz und gar nicht
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Einer der ersten Laptops mit Intels neuer Panther-Lake-Plattform für mobile Systeme ist in diesem Jahr auch einer der interessantesten. Auf Asus ist eben immer Verlass, wenn es um skurrile neue Ideen geht. Das Zenbook Duo UX8407AA ist da ein gutes Beispiel. Es tauscht den unteren Teil mit Tastatur und Trackpad durch ein zweites OLED-Display aus. Eingabemöglichkeiten werden in einer abnehmbaren Anstecktastatur bereitgestellt.
In unserem Test standen wir diesem ungewöhnlichen Konzept skeptisch gegenüber. Zwei Bildschirme können in vielen Situationen aber ein echter Vorteil sein. Allerdings braucht es einige Eingewöhnung, um mit dem Konzept klarzukommen. Wir wollten zudem wissen, wie sich ein solches Gerät und vor allem Intels Panther Lake in einem Linux-Umfeld verhalten. Spoiler-Alert: Es ist kompliziert.
| Display | 2x 14" (35,6 cm) OLED-Panels (2.880 x 1.800 Pixel @ 144 Hz, spiegelnd, Touchscreen, Stift-Digitizer) |
|---|---|
| CPU | Intel Core Ultra X9-388H (4P+8E+4EE-Cores, 25 Watt) |
| GPU | Intel Arc B390 (12-Xe-Cores) |
| RAM | 32 GByte LPDDR5x (verlötet) |
| SSD | 1-TByte-NVMe-SSD |
| Anschlüsse | 2x USB-C (Thunderbolt 4), 1x HDMI 2.1, 1x 3,5-mm-Klinke |
| Maße | 31 x 20,9 x 2,34 cm, 1,65 kg |
| Akku | 99-Wattstunden-Akku |
| Preis ab/Preis Testmuster | 2.300/2.600 Euro |
Das Zenbook Duo wirkt zusammengeklappt und in der Grundkonfiguration erst einmal gar nicht so besonders. Allerdings bemerken wir direkt, dass es im Vergleich zu anderen 14-Zoll-Laptops schwer und dick ist. Kein Wunder, muss doch zwischen die beiden OLED-Panels noch das Tastaturdock geklemmt werden. Es wiegt 1,65 kg und ist 2,34 cm dick. Die Grundfläche bleibt mit 31 x 20,9 cm mit anderen 14-Zoll-Laptops vergleichbar.
Der Kampf mit dem Tastaturdock
An der Gehäuseseite befindet sich ein erfreulich diverses Anschluss-Sortiment: HDMI 2.1, zweimal USB-C (Thunderbolt 4) und USB-A. Dazu kommt ein weiterer USB-C-Port am Tastaturcover, der zum Aufladen und Verbinden mittels Kabel gedacht ist.
Das Tastaturdock selbst gehört zu den Kuriositäten beim Zenbook Duo. Es lässt sich auf das untere Display aufsetzen und wirkt dann wie ein klobiger Clamshell-Laptop mit einem OLED-Panel. Das Dock stellt die Verbindung zum Laptop über Metallkontakte her, so wie es auch beim Surface Pro oder iPad der Fall ist.
Alternativ können wir die Tastatur drahtlos vor das Dualscreen-Gerät legen, wenn wir beide Displays nutzen wollen. Per Bluetooth verbindet sie sich mit dem Zenbook. Vorher müssen wir den Power-Schalter an der Seite einschalten, das ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Außerdem braucht das Betriebssystem gelegentlich ein paar Sekunden Bedenkzeit, bis erste Tastatureingaben erkannt werden.
Generell ist es nicht unbedingt einfach, die Tastatur vom Gehäuse zu lösen. Wir müssen sie an der Vorderseite anheben und mit einem unnatürlichen Griff unsere Fingerspitzen als Hebel benutzen. Erst dann löst sich das magnetisch befestigte Cover vom unteren Display. Wenn wir beide Displays nutzen wollen, klappen wir zudem den integrierten Standfuß aus. Dieses Konstrukt steht stabil, solange wir es auf eine ebene Fläche stellen.
Die Software ist ein Flop
All das ist wesentlich umständlicher, als den Laptop einfach zu öffnen und loszulegen. Wir haben uns dabei ertappt, dass wir das zweite integrierte Display gar nicht erst genutzt haben. Vor allem wollen wir das untere Panel nicht als Eingabemethode verwenden. Asus installierte eine Software, mit der sich auf dem Zweitbildschirm eine virtuelle Tastatur oder ein Fenster für handschriftliche Eingaben einblenden lässt.
Da allerdings das haptische Feedback echter Tasten fehlt, kann das kaum produktiv genutzt werden, zumal die Software Asus-typisch verschachtelt und unübersichtlich ist. Es ist deshalb gut, dass die Anstecktastatur einen soliden Tastendruck anbietet, auch wenn das Trackpad selbst etwas zu schwergängig ist.
Der eher durchwachsene Ersteindruck wird aber kompensiert, wenn wir das Zenbook Duo richtig aufgestellt haben und mit den zwei exzellenten Displays nutzen.
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