Zen-Chips: AMD will Embedded-Umsatz verdoppeln
AMD will den Umsatz im Embedded-Geschäft verdoppeln, das sagte der US-amerikanische CPU-Entwickler im Gespräch mit Computerbase(öffnet im neuen Fenster) auf der derzeit in Nürnberg stattfindenden Embedded World. Vergangenes Jahr sei der Umsatz zwar um 15 Prozent gestiegen, verglichen mit Desktop und Server ist das aber wenig, weil das Embedded-Segment noch einmal viel mehr Zeit für Veränderungen als der Servermarkt benötigt.
Passende Chips hatte AMD im Februar 2018 vorgestellt, sie heißen Epyc 3000 und Ryzen V1000: Erstere sind verlötete CPUs mit bis zu 16 Zen-v1-Kernen, wohingegen es sich bei Letzteren um die Embedded-Variante von Raven Ridge mit vier Cores und Radeon-Grafikeinheit handelt. Zu den wichtigen Partnern im Embedded-Bereich gehören Supermicro, einer der größten Hersteller von Serverhardware weltweit, und Congatec aus Deutschland; insgesamt sollen es über 50 alleine für Ryzen Embedded sein.
Im Maker-Segment gibt es mit dem Udoo Bolt zudem einen Bastelrechner, welcher viel Aufmerksamkeit auf AMDs Embedded-Angebot brachte und mit dem Smach Z existiert ein – sehr kontrovers diskutiertes – Handheld mit Ryzen V1000. Während der Udoo Bolt sich mittlerweile verspätet zumindest in Produktion befindet, wurde der Smach Z seit mehreren Jahren immer wieder verschoben und Smach Team konnte bisher (öffentlich) nie einen überzeugenden Prototyp präsentieren.
Wie Computerbase aus Herstellerkreisen erfahren hat, plant AMD weitere Embedded-Chips: Die R-Serie für beispielsweise Spielautomaten wurde seit 2014 nicht aktualisiert, sie nutzt noch Steamroller-Module aus der Bulldozer-Ära. In der Benchmark-Datenbank gelistete Modelle wie der R1606G und der R1505G dürften die entsprechenden Nachfolger mit vier Zen-Kernen und aktueller Radeon-Grafikeinheit sein.
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