Zen+: AMD verkauft Ryzen 5 1600 mit flotteren CPU-Kernen
Schon vor einigen Tagen machte ein Ryzen 5 1600 die Runde, welcher von Tools wie CPU-Z als 12-nm-Pinnacle-Ridge- statt als 14-nm-Summit-Ridge-Chip erkannt wurde. Mittlerweile liegt Planet 3DNow(öffnet im neuen Fenster) ein solcher Prozessor vor: Die überarbeitete CPU basiert tatsächlich auf der Zen+ statt der Zen-Architektur und rechnet daher schneller als der originale Ryzen 5 1600 von 2017.
Erkennbar ist der Chip an seiner OPNB (Ordering Part Number Boxed): Die lautet YD1600BBAFBOX statt YD1600BBAEBOX, im Golem-Preisvergleich ist der neue Ryzen 5 1600 unter dieser Bezeichnung bereits gelistet. Mit rund 100 Euro kostet der Prozessor weniger als der Ryzen 5 2600 für 120 Euro, beide unterscheiden sich nur durch ihre Taktraten. Wer etwas Geld sparen oder dieses anderweitig investieren möchte, hat mit dem verbesserten Ryzen 5 1600 eine interessante Option für den Sockel AM4.
Zen+ ist AMDs überarbeitete Architektur auf Basis der ursprünglichen Zen-Technik, zudem werden die Chips mit Globalfoundries' 12LP statt mit 14LPP gefertigt. Somit sind höhere Frequenzen oder gleicher Takt bei weniger Spannung möglich. Im Falle des neuen Ryzen 5 1600 könnte das ein besseres Boost-Verhalten bedeuten: Bei Zen werden noch feste Turbo-Stufen anhand der Anzahl der verwendeten Kerne gesetzt, bei Zen+ hingegen richtet sich der Boost nach Chip-Auslastung, der Stromstärke und der Temperatur der Kerne.
Hinzu kommen Optimierungen der verwendeten Transistoren, um die SRAM-Zellen der Caches zu beschleunigen. Der L1- und der L3-Puffer reagieren etwa 15 Prozent schneller auf Zugriffe, der L2-Cache wurde gar ein Drittel schneller und die Speichercontrollerlatenz sinkt um rund 10 Prozent – das belegten unsere Messungen mit Aida64. Gerade in Spielen zeigte sich bei Zen+, dass der höher taktende Turbo und die Latenz-ärmeren Caches für teils überraschend mehr Leistung sorgten. Der Test des Ryzen 5 2600X , welcher dem neuen Ryzen 5 1600 stark ähnelt, demonstriert dies anschaulich.
Wer den Chip kauft, sollte bei der Mainboard-Firmware aufpassen: Weil es sich um einen Pinnacle Ridge statt einen Summit Ridge handelt, müssen alte X370/B350-Platinen erst aktualisiert werden. Bei günstigen oder gebrauchten Boards könnte es sonst passieren, dass diese nicht booten.
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