Zen 5 Prozessoren: AMDs Threadripper-9000-Serie vorgestellt

AMD hat auf der Computex 2025 zwei neue Prozessorserien vorgestellt. Ryzen Threadripper 9000 und Threadripper 9000 Pro. Wie schon bei der älteren 7000er-Generation teilt der Hersteller die CPUs in High-End-Desktop (HEDT) und professionelle Workstation-Prozessoren auf. Letztere hat ein größeres Speicherinterface und ist mit mehr CPU-Kernen erhältlich.
Die Unterschiede sind bei Threadripper 9000 im Detail zu finden, denn vor allem ist diese Generation ein Update von Zen 4 auf Zen 5. Threadripper 9000 wird mit 24, 32 oder 64 CPU-Kernen erscheinen, während Threadripper 9000 Pro mit 12 bis 96 Kernen breiter aufgestellt ist.
Beide CPU-Serien nutzen den Sockel SP6 (sTR5). Unterschiede gibt es beim Chipsatz. Mainboards mit TRX50-Chipsatz für HEDT-Systeme unterstützen Quad-Channel DDR5 und stellen bis zu 88 PCI-Express-Lanes zur Verfügung, davon 48 mit PCI-Express 5.0. Zudem gibt es hier keine Pro-Management-Funktionen wie Remote-Zugriff auf das Uefi.
Pro-Serie mit Fokus auf I/O
Auch Pro-Prozessoren können auf den günstigeren HEDT-Mainboards verwendet werden, die zusätzlichen PCI-Express-Lanes und Speicherkanäle dieser CPUs sind dann aber nicht nutzbar. Sinnvoll ist dies daher in den meisten Fällen nicht.




Workstation-Mainboards mit WRX90-Chipsatz sind ausschließlich zur Threadripper-9000-Pro-Serie kompatibel. Sie haben ein 8-Kanal-DDR5-Speicherinterface und stellen 144 PCI-Express-Lanes zur Verfügung, davon 128 mit PCI-Express 5.0.
Neben besonders vielen CPU-Kernen beim Topmodell ist die Pro-Serie damit vor allem auf hohen Speicherdurchsatz und die Anbindung von einer großen Menge an Erweiterungskarten und SSDs ausgelegt. Für Einsatzzwecke, die vor allem die I/O-Fähigkeiten nutzen und keine besonders hohe CPU-Leistung benötigen, bietet AMD Threadripper-9000-Pro-CPUs ab 12 CPU-Kernen an, während der HEDT-Bereich erst ab 24-Kernen beginnt.
AMD rechnet mit Verfügbarkeit der neuen CPUs ab Juli 2025. Einige Mainboardhersteller dürften aktualisierte Platinen für die neuen Prozessoren anbieten, ältere Mainboards bleiben jedoch kompatibel und benötigen lediglich ein Uefi-Update. Updates sind in dieser Preisklasse für gewöhnlich auch ohne kompatible CPU durchführbar.



