Zellproduktion: EU macht Druck auf Altmaier wegen Batteriezellenfabrik

Die EU erhöht den Druck auf Wirtschaftsminister Peter Altmaier, seine Ideen für eine Batteriezellenfabrik vorzustellen. Europa brauche "so schnell wie möglich" Vorschläge.

Artikel von Till Hoppe/Handelsblatt, Klaus Stratmann/Handelsblatt und Thomas Hanke/Handelsblatt veröffentlicht am
Solche Batteriezellen sollen künftig auch in Europa produziert werden.
Solche Batteriezellen sollen künftig auch in Europa produziert werden. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Ursprünglich wollte Peter Altmaier (CDU) schon Ende vergangenen Jahres so weit sein. Im Dezember erklärte der Bundeswirtschaftsminister dann gemeinsam mit seinem französischen Kollegen Bruno Le Maire, man gehe davon aus, noch vor dem Ende des ersten Quartals 2019 grenzüberschreitende Konsortien für den Aufbau einer Batteriezellfertigung unter Beteiligung der Automobilindustrie präsentieren zu können.

Inhalt:
  1. Zellproduktion: EU macht Druck auf Altmaier wegen Batteriezellenfabrik
  2. Regierung will Produktion in Deutschland ansiedeln
  3. Steigende Nachfrage noch Elektroauto erwartet

Diese Konsortien sollten detaillierte Investmentpläne vorlegen, auf deren Basis man noch in der ersten Hälfte 2019 staatliche Förderung in Aussicht stellen könne. Auch diesen Zeitplan konnte Altmaier nicht halten. Der Minister befasst sich zwar seit Monaten intensiv mit dem Thema und bemüht sich derzeit darum, aus den sieben Konsortien, die sich um die in Aussicht gestellten Fördermittel von bis zu einer Milliarde Euro beworben haben, zwei oder drei schlagkräftige Gruppen zu formen.

Volumen von 70 Milliarden Euro

Bislang aber ohne greifbares Ergebnis. Die fehlenden Fortschritte lassen Altmaiers Kollegen bereits nervös werden.

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, hat für Dienstag zu einem Treffen der Regierungen nach Brüssel eingeladen, die sich in der europäischen Batterieallianz für den Aufbau einer eigenen Wertschöpfungskette engagieren. Der Slowake will Pläne für eine neue Plattform präsentieren, die private Investoren und Unternehmen aus dem Bereich zusammenbringen soll.

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Geschätztes Volumen: 70 Milliarden Euro. Sefcovic hätte dort auch gerne über konkrete Produktionsvorhaben diskutiert, aber daraus wird nichts. Auch auf die eigentlich geplante Teilnahme Altmaiers muss er verzichten. Sefcovic denkt daher vor allem an seinen deutschen Kollegen, wenn er mahnt: "Ich appelliere an die Minister, die Entscheidungen nicht weiter zu verzögern."

Schnelle Vorschläge erwünscht

Er will, dass Brüssel noch über die Förderanträge aus Berlin oder Paris entscheiden kann, bevor voraussichtlich im November neue EU-Kommissare ihre Ämter übernehmen. "Wir sind bereit, sehr schnell zu reagieren, aber wir brauchen die Vorschläge so schnell wie möglich", drängt Sefcovic.

Er arbeite in der Sache eng mit Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zusammen, die für die Prüfung staatlicher Beihilfen zuständig ist. Altmaier will die Batteriezellfertigung als wichtiges Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse ("Important Project of Common European Interest", kurz IPCEI) anerkennen lassen - das erlaubt eine üppigere Anschubfinanzierung durch den Staat, als sonst unter den strengen EU-Beihilferegeln möglich ist.

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Regierung will Produktion in Deutschland ansiedeln 
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bplhkp 30. Apr 2019

Enders wurde kürzlich durch einen Franzosen ausgetauscht. Frankreich diskutiert auch...

bplhkp 30. Apr 2019

Die produziert Bollore schon seit Jahren in der EU - in Serie und alltagstauglich in...

bplhkp 30. Apr 2019

Nicht zwingend. Die Chinesen können ihre Batterien in der EU verkaufen, wen sie die...

Marcelo86 30. Apr 2019

5G und Cloud hätte ich noch für die powerpoint Präsentation



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