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Zelda Breath of the Wild auf der Wii U und Switch und Zelda Amiibo
Zelda Breath of the Wild auf der Wii U und Switch und Zelda Amiibo (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Zelda BotW auf der Wii U: Schandstadt statt Kakariko, trotzdem super

Zelda Breath of the Wild auf der Wii U und Switch und Zelda Amiibo
Zelda Breath of the Wild auf der Wii U und Switch und Zelda Amiibo (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Zelda Breath of the Wild ruckelt auf der Wii U, so dass Nintendos Abenteuer Alptraumerinnerungen an die unterirdische Bildrate von Schandstadt (Blighttown) in Dark Souls auf der PS3 hervorruft.
Von Michael Wieczorek

Nintendo hat Zelda Breath of the Wild nicht nur für seine neue Hybridkonsole Switch (hier der Test), sondern auch für die Wii U veröffentlicht. Nintendo-Fans mit einer Wii U fragen sich, ob sie den Kauf der neuen Hardware unter Umständen noch etwas verschieben und Breath of the Wild einfach auf der Wii U spielen sollten.

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Schwankende Bildrate

Die Wii-U-Version von Breath of the Wild ist das ruckeligste Zelda bislang, es ist aber nicht unspielbar. Die Bildrate bleibt in der Regel stabil bei 30 Bildern pro Sekunde (fps). Sobald die Konsole viel Gras und Wettereffekte berechnen muss, sich der Spieler abrupt umdreht oder gegen mehrere Gegner gleichzeitig antritt, sinkt sie jedoch streckenweise auf 15 fps. Im ersten Moment fürchteten wir schon, wie in Schandstadt (Blighttown) in Dark Souls, nun bei dieser Bildrate ganze Abschnitte sterbend und ruckelig spielen zu müssen, aber: Die Bildrate in Zelda erholt sich zum Glück immer. Wenn es ruckelt, dann nur kurz.

Die halbierte Bildrate stellt eine Ausnahme dar, die wir im Test in Kakariko und im regnerischen Sturm auf dem Weg zum Wasser-Dungeon reproduzieren können. Viel häufiger als mit den auffällig unschönen 15 fps springt das Spiel auf der Wii U auf 20 fps.

Auch bei der Wii-U-Fassung hat Nintendo auf doppelt gebuffertes V-Sync gesetzt. Dadurch pendelt sich die Bildrate immer bei festen Werten wie 15, 20, 24, 25 oder 30 fps ein. Bemerkenswert ist, dass Breath of the Wild auf der Switch im Konsolenmodus (Auflösung von 900p) nahezu genauso häufig ruckelt. Allerdings fällt die Bildrate auf der Switch meist nur auf 25 oder 20 fps, was weniger stark auffällt.

Breath of the Wild ist nicht das erste Zelda mit Problemen bei der Bildrate. Selbst Ocarina of Time auf dem N64 hatte in manchen Bereichen wie bei den Ghouls vor der Zitadelle der Zeit Slowdowns.

Bei den Ladezeiten schlägt sich die Wii U dagegen sehr gut. Im Schnitt sind wir auf Nintendos älterer Konsole sogar zwei Sekunden schneller wieder in Hyrule, wenn wir einen Spielstand laden oder in einen Schrein teleportieren.

Bildqualität minimal schlechter

Optisch finden wir die größten Unterschiede bei der Auflösung. Das Spiel rendert in 720p ohne Anti-Aliasing auf der Wii U und in 900p mit Anti-Aliasing auf der Switch. Auffällig wird das bei Schattenwürfen im Gras. Auf der Wii U flimmern die Schatten viel stärker und auch die Randverläufe sind eckiger.

Bei den Texturen mussten wir dagegen schon ganz genau hinsehen, konnten aber kein reproduzierbares Muster erkennen. An manchen Stellen finden wir auf der Wii U Texturen, die bei bestimmten Lichtverhältnissen kantige Pixel haben. Auf der Switch sehen wir an den gleichen Stellen einfach nur eine matschige Textur. Beide Fassungen rendern mit bilinearem Filtering, um Texturen abhängig von der Entfernung detaillierter zu zeichnen.

Die plötzlich auftauchenden Objekte in der Ferne, gerade beim Schweben mit dem Parasegel, sind, anders als in unserem Livestream spontan vermutet, identisch. Bei der Sichtweite gibt es, abseits von Details, die von der Auflösung abhängig sind, keine Unterschiede.

Keine Wii-U-Features

Auf der Unterhaltungselektronikmesse E3 2016 konnten wir in Breath of the Wild auf der Wii U das Inventar noch auf dem Wii-U-Gamepad aufrufen und es dort sortieren, Waffen wechseln oder die Landkarte einblenden. Diese Funktionen befinden sich nun nicht in der finalen Fassung. Es ist nur möglich, das Spiel per Druck auf den Touchscreen auf das Gamepad zu streamen und dort zu spielen, was zuverlässig funktioniert. Die Bildqualität auf dem Gamepad ist nicht besonders gut. Gerade rote Inhalte wie die Herzen oben links in der Ecke wirken verschwommen, da das Gamepad das Spiel nicht in seiner nativen Auflösung darstellt.

Wir finden das ein bisschen schade, da sich das Gamepad für diese Funktionen angeboten hätte. Nintendo begründet den Schritt offiziell damit, dass es von der Spielerfahrung abgelenkt hätte und man sich deshalb dagegen entschieden habe. Vielleicht wollte der japanische Konzern der Wii-U-Version nur keine Funktionen verpassen, die es so auf der Switch nicht gegeben hätte?

Fazit

Die Wii-U-Version von Zelda Breath of the Wild liegt bei der Bildqualität und der Bildrate hinter der Fassung für die Nintendo Switch. Während wir auf der Switch in seltenen Fällen 20 Bilder pro Sekunde messen, fällt die Bildrate auf der Wii U kurzzeitig auf 15 Bilder.

Beim eigentlichen Spielen geraten die Slowdowns aber in den Hintergrund und Zelda bleibt auch auf der Wii U stets spielbar. Nur in ein paar friedlichen Dörfern nervt es. Und bei 15 fps zu kämpfen, ist suboptimal. Das ist ärgerlich, da das schöne Spiel eine stabile Bildrate verdient hätte. Die flimmernden Schatten im Gras oder mehr Kantenbildung bei Treppen in der Ferne stören nach einer Weile fast gar nicht.

Da aber selbst die Switch-Version nicht ohne Ruckler und aufpoppende Details auskommt, ist die Wii-U-Version eine ordentliche Alternative, um Zelda auch ohne Switch spielen zu können. Das Erlebnis ist dank der fesselnden Welt und meist stabilen 30 fps nur selten etwas weniger toll.


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Gemüseistgut 12. Mär 2017

Wenn "die Leute" am TV aktuelle Grafik wollen würden, würde keiner Xbox oder PS zocken...

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OxKing 11. Mär 2017

Es ruckelt eigentlich auch nicht sondern hat slowdowns. Dabei kommt es aber auf viele...

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Garius 10. Mär 2017

Triple A Titel gibt es nicht einen. Was willst du als Entwickler mit einen Triple A...

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mw (Golem.de) 10. Mär 2017

Also, ich hätte es garantiert erwähnt!

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mnementh 10. Mär 2017

Die Lemming-Herde hat einen Grund der auch verständlich ist mit normaler Psychologie...

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