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Zeit als fehlende Dimension:
Warum moderne IT-Analyse umdenken muss

Neue Ansätze in Monitoring und Observability machen für das Troubleshooting aus Momentaufnahmen nachvollziehbare Abläufe.
/ Otto Geißler
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Zeitbasierte Analyse ist ein Paradigmenwechsel beim Monitoring. (Bild: jarmoluk/Pixabay)
Zeitbasierte Analyse ist ein Paradigmenwechsel beim Monitoring. Bild: jarmoluk/Pixabay

Monitoring ist aus dem Betrieb moderner IT-Infrastrukturen nicht mehr wegzudenken. Dashboards zeigen CPU-Auslastung, Fehlerraten oder Antwortzeiten in Echtzeit an. Alerts informieren über Grenzwertüberschreitungen, und Logfiles dokumentieren, was gerade passiert. Doch bei aller technischen Reife bleibt das grundlegende Problem bestehen, dass die meisten Systeme die IT-Zustände lediglich als Momentaufnahme betrachten. Da viele Störungen nicht abrupt entstehen, greift diese Perspektive viel zu kurz.

Defekte entwickeln sich vielmehr schleichend über Stunden, Tage oder manchmal sogar Wochen. Eine schrittweise steigende Latenz, eine unbemerkte Konfigurationsänderung oder eine langsam wachsende Datenbanklast bleiben im Tagesgeschäft oft unsichtbar, bis sie sich plötzlich in einem kritischen Ausfall manifestieren. Eine herkömmliche Sicht auf das Monitoring blendet diese Abläufe völlig aus. Sie fokussiert auf das Jetzt und nicht auf die viel wichtigere Frage: Wie kam es eigentlich dazu?

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