Abo
  • Services:
Anzeige
Marsrover Opportunity: zehn Jahre, 40 Kilometer
Marsrover Opportunity: zehn Jahre, 40 Kilometer (Bild: Nasa)

Zehn Jahre auf dem Mars Herzlichen Glückwunsch, Opportunity

Geplant waren drei Monate. Doch der Rover Opportunity ist nach zehn Jahren immer noch quicklebendig. Und er sorgt immer noch für Entdeckungen und Überraschungen auf der Marsoberfläche.

Anzeige

Vor zehn Jahren, am 24. Januar 2004, ist der Rover Opportunity in einer Ebene auf der Südhalbkugel des Mars gelandet. Der Rover ist immer noch aktiv und sorgt für wichtige Entdeckungen - lange über seine Lebenserwartung hinaus. Opportunity hält sich seit einiger Zeit am Rande des Marskraters Endeavour auf.

Die Lebenszeit von Opportunity und dem baugleichen Spirit sei begrenzt gewesen, erzählt Ray Arvidson, wissenschaftlicher Leiter der beiden Rover-Missionen. "Sie sollten drei bis sechs Monate halten, und jetzt sind es zehn Jahre. Sie sollten vielleicht 1.000 Meter fahren, und Opportunity wird bald 40.000 geschafft haben." Seit April 2010 hält der Opportunity den Rekord für die längste Marsmission: Er löste Viking 1 ab, der 1976 auf dem Mars landete und bis November 1982 Kontakt zur Erde hielt.

Gleiches Fahrgestell wie Curiosity

Verglichen mit dem aktuellen Rover Curiosity, der eher die Dimensionen eines Kleinwagens hat, ist Opportunity gerade handlich: Das Marsfahrzeug ist 1,6 Meter lang, 1,5 Meter hoch und wiegt 185 Kilogramm. Der Rover fährt auf sechs Rädern. Sie sind an einem speziellen Fahrgestell, Rocker Bogie genannt, aufgehängt, das es dem Rover ermöglicht, über Steine zu fahren, die größer sind als der Durchmesser der Räder. Ein solches Rocker Bogie hat auch Curiosity.

  • Selbstporträt des Rovers Opportunity. Es ist zusammengesetzt aus mehreren Einzelbildern, die Anfang Januar 2014 entstanden sind. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/Cornell Univ./Arizona State Univ.)
  • In den zehn Jahren auf dem Mars hat der Rover knapp 40 Kilometer zurückgelegt. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS/NMMNHS)
  • Der Rover Opportunity vor dem Start (Foto: Nasa)
  • Drei Generationen von Marsrovern: Sojourner (Mitte) aus dem Jahr 1997, Opportunity und Spirit (l.) und Curiosity (r.) (Foto: Nasa)
Selbstporträt des Rovers Opportunity. Es ist zusammengesetzt aus mehreren Einzelbildern, die Anfang Januar 2014 entstanden sind. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/Cornell Univ./Arizona State Univ.)

Der Rover ist mit einer Reihe von Instrumenten ausgestattet. Dazu gehört eine Panoramakamera an einem Mast oben auf dem Gerät. An dem Mast sitzt zudem ein Infrarotspektrometer. Vorne hat Opportunity einen Roboterarm, an dem ein Alphapartikel-Röntgenspektrometer, ein Mößbauer-Spektrometer sowie eine Mikroskopkamera angebracht sind. Außerdem verfügt der Arm über das Rock Abrasion Tool, mit dem die Oberfläche von Steinen abgekratzt werden kann. Mit Energie wird Opportunity durch Solarmodule versorgt.

Neue Entdeckungen

Opportunity hat auf der Fahrt über den Mars ein Reihe von wichtigen Entdeckungen gemacht. Pünktlich zum Jahrestag haben Arvidson und seine Kollegen einen Aufsatz in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht, in dem sie erneut Spuren von ehemals fließendem Wasser im Gestein beschreiben, die der Rover gefunden hat.

Die Steine seien älter als die zuvor von Opportunity untersuchten und sie zeigten "günstigere Bedingungen für mikrobielles Leben als jede Probe, die Opportunity davor untersucht hat", sagt Arvidson. Es ist nicht der erste Hinweis auf ehemals feuchte Bedingungen auf dem Nachbarplaneten, auf den Opportunity stößt: Ende 2011 fand er eine Gipsader. Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass die gefundenen Ablagerungen nur von fließendem Wasser stammen können.

Überraschender Stein

Kürzlich sorgte Opportunity für Erstaunen: Auf einem Foto fand sich ein Stein von der Größe und der Form eines Donuts, der direkt vor dem Rover auf dem Boden lag. Auf einem anderen Foto, das Opportunity 12 Marstage ("Sol") früher von derselben Stelle aufgenommen hatte, fehlte der Stein, der inzwischen den Spitznamen Pinnacle Island bekommen hat. Sein Auftauchen sei eine "Überraschung" gewesen, erklärte die US-Raumfahrtbehörde Nasa. Eine Erklärung, wie er dahin gekommen ist, gibt es noch nicht.

Opportunity war seinerzeit nicht allein: 20 Tage zuvor war Spirit auf dem Mars gelandet. Dieser baugleiche Rover blieb jedoch im Sand stecken und schaffte es nicht mehr, seine Solarmodule so auszurichten, dass er den Marswinter überleben konnte. Das letzte Signal von Spirit stammt vom 22. März 2010. Nach dem Ende des Marswinters versuchte die Nasa Anfang 2011, den Kontakt wiederherzustellen. Vergeblich: Im Mai 2011 gab die Nasa Spirit auf.


eye home zur Startseite
xxNxx 27. Jan 2014

den post ich auch immer.. BRING HIM HOME!!! ;)

Abdiel 27. Jan 2014

"geradezu handlich" Wir können das den ganzen Tag so weitermachen...

mb (Golem.de) 25. Jan 2014

Hallo tibrob, vielen Dank für den Hinweis, der Artikel wurde korrigiert. MfG,

Jogibaer 25. Jan 2014

Ihr schweift vom Thema ab. :P Zum Glück haben Stürme auf dem Mars die Solarpanele immer...

DarkHexer 25. Jan 2014

Ich hab die Doku von den beiden gesehen. Die war faszinierend. Hoffe das es vielleicht...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Bad Homburg
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  3. via Nash direct GmbH, Erlangen
  4. Leadec Management Central Europe BV & Co. KG, Stuttgart


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. jetzt bei Caseking

Folgen Sie uns
       


  1. VW-Programm

    Jeder Zehnte tauscht Diesel gegen Elektroantrieb

  2. Spaceborne Computer

    HPEs Weltraumcomputer rechnet mit 1 Teraflops

  3. Unterwegs auf der Babymesse

    "Eltern vibrieren nicht"

  4. Globalfoundries

    AMD nutzt künftig die 12LP-Fertigung

  5. Pocketbeagle

    Beaglebone passt in die Hosentasche

  6. Fifa 18 im Test

    Kick mit mehr Taktik und mehr Story

  7. Trekstor

    Kompakte Convertibles kosten ab 350 Euro

  8. Apple

    4K-Filme in iTunes laufen nur auf neuem Apple TV

  9. Bundesgerichtshof

    Keine Urheberrechtsverletzung durch Google-Bildersuche

  10. FedEX

    TNT verliert durch NotPetya 300 Millionen US-Dollar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Parkplatz-Erkennung: Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
Parkplatz-Erkennung
Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
  1. Community based Parking Mercedes S-Klasse liefert Daten für Boschs Parkplatzsuche

Optionsbleed: Apache-Webserver blutet
Optionsbleed
Apache-Webserver blutet
  1. Apache-Sicherheitslücke Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen
  2. Open Source Projekt Oracle will Java EE abgeben

  1. Re: Was hat das mit "Die PARTEI" zui tun?

    fg (Golem.de) | 10:12

  2. Re: Eltern leben in einer Welt aus Angst

    Peter Brülls | 10:12

  3. Re: Entspricht dem Schenker Via 14

    R00toym | 10:10

  4. Re: hmm brauch man sowas

    |=H | 10:09

  5. Re: Aus der Ferne...

    Peter Brülls | 10:09


  1. 10:13

  2. 09:56

  3. 09:06

  4. 08:11

  5. 07:21

  6. 18:13

  7. 17:49

  8. 17:39


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel