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Der Kreml jubelt

Russische Propagandakanäle griffen die Geschichte massiv auf und verbreiteten sie über das Netzwerk news-pravda.com auf mindestens zehn länderspezifischen Domains. Ihre Deutung – dass Nato-Armeen im Kriegsfall vollständig besiegt werden – geht weit über die tatsächlichen Übungsergebnisse hinaus.

Richtige Konsequenzen – Drohnenbedrohung überwinden statt kopieren

Einige Medien titelten von einer Blamage oder Katastrophe. Einige forderten, keine Panzer mehr zu kaufen, sondern nur noch Drohnen. Diese Schlüsse gehen am Sinn solcher Übungen vorbei. Bei einer Übung zu scheitern, ist nicht schlecht, sondern gut. Es hilft, zu überprüfen, ob aktuelle Taktiken noch zeitgemäß sind.

Der Militärhistoriker Torsten Heinrich(öffnet im neuen Fenster) erklärte dazu: Wenn ein Krieg, in dem die Nato involviert ist, auch nur ansatzweise so aussieht wie der in der Ukraine, wäre er gescheitert. Das Ziel könne nicht sein, einen Abnutzungskrieg zu gewinnen. Wer jetzt überstürzt Hunderttausende Drohnen bestellt , steckt Millionen in Systeme, die in einem Jahr veraltet sind.

Die Nato muss Heinrichs Bericht zufolge lernen, wie große mechanisierte Operationen trotz Drohnenbedrohung führbar bleiben. Mit elektronischer Kriegsführung und Mitteln wie Flugabwehrkanonen und Active-Protection-Systemen müsse die Wirkung von Drohnen minimiert werden. Nur so bleiben mechanisierte Angriffe durchführbar. Gäbe man auf, solche Operationen zu führen, akzeptiere man einen verlustreichen Abnutzungskrieg wie in der Ukraine.


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