Zeeus E-Bus-Report: Fast alle Elektrobusse auf der Welt fahren in China

E-Busse sind hier in Europa noch immer eine Nische. Ganz im Gegensatz zu China, das enorm in batteriebetriebene Fahrzeuge investiert. Die chinesische Metropole Shenzhen soll sogar bis Ende des Jahres nur noch elektrische Busse haben.

Artikel veröffentlicht am ,
In Shenzhen fahren bereits heute sehr viele E-Busse.
In Shenzhen fahren bereits heute sehr viele E-Busse. (Bild: Wikipedia)

Der aktuelle Bericht des Zeeus (Zero Emission Urban Bus System) bestätigt, dass in asiatischen Ländern mit Abstand die meisten elektronisch angetriebenen Busse im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden. China ist mit erheblichem Abstand der größte Nutzer und unterhält mehr als 170.000 elektrische Linienbusse und Reisebusse. Sie werden zum überwiegenden Teil in großen Städten wie Shenzhen, Shanghai, Beijing oder Nanjing eingesetzt.

  • In diesen Städten in Europa und Nahostasien fahren E-Busse.
In diesen Städten in Europa und Nahostasien fahren E-Busse.
Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiterinnen / Sachbearbeiter (w/m/d) - Cyber-Sicherheit in Smart Home und Smart Cities
    Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bonn
  2. Softwareentwickler Webanwendungen (m/w/d)
    ServiceXpert Gesellschaft für Service-Informationssysteme mbH, Hamburg
Detailsuche

Weltweit sind etwa 173.000 elektrische Busse im Einsatz, heißt es in dem Bericht. China hat also einen Marktanteil von mehr als 98 Prozent. Interessant ist, dass die Forschung und Entwicklung neuer Technologien größtenteils in Europa stattfindet. Auch Zeeus, eine Initiative aus Europa, hat sich der Verbreitung von Elektrobussen verschrieben.

Dass China einen komplett elektrisierten Nahverkehr anstrebt, zeigt der Zeeus-Report am Beispiel Shenzhen. In der Stadt fahren momentan knapp 4.900 Elektrobusse. Zum Ende des Jahres 2017 will die Stadt alle 16.493 Fahrzeuge auf elektrische Motoren umstellen. Möglich wird diese Investition durch hohe Subventionen und Steuervorteile von der chinesischen Regierung. Pro Bus unterstützt das Land den Käufer mit 81.600 US-Dollar.

Fehlende Infrastruktur hemmt Wachstum

Ein großes Problem, das den Markt für Elektrobusse und andere Elektrofahrzeuge behindert, ist die schlecht ausgebaute Infrastruktur. Das Laden von Akkus ist seit jeher eines der größten Hürden. Neben China sei Südkorea eines der Länder, das kabelloses Akkuladen durch Induktion unterstützt. Die Technologie wurde 2014 entwickelt und ist seit Juni 2015 im Einsatz. Auch hierzulande fahren Induktionsbusse von Bombardier in den Städten Mannheim und Braunschweig und in der Haupstadt Berlin auf der Linie 204.

Golem Akademie
  1. Penetration Testing Fundamentals: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. Januar 2022, Virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

In westlichen Ländern ist die Motivation, in Elektrobusse zu investieren, nicht ganz so hoch. Die USA nutzen etwa 200 voll batteriebetriebene E-Busse, die meisten davon als Transitfahrzeuge in der kalifornischen Metropole Los Angeles. Die Stadtflotte soll erst bis 2040 vollständig elektrisiert werden. Die US-Regierung subventioniert die Technik mit 55 Millionen US-Dollar vergleichsweise wenig.

Europäische Länder wie Frankreich, das Vereinigte Königreich, Italien und auch Deutschland etablieren Gesetze, die die Umstellung auf elektrische Busse erleichtern sollen. In deutschen Städten wie Berlin und Köln fahren jedoch bisher nur sehr wenige Busse in experimentellen Projekten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


gersi 29. Mai 2018

Testbetrieb auf regulärer Linie mit 3 Bussen: https://www.uestra.de/unternehmen/betrieb...

nille02 04. Aug 2017

Also Hersteller von solchen Systemen die bereits genutzt werden, sagen 95% und du, du...

matok 04. Aug 2017

Vor allem ist es aber folgerichtig. Wenn die Dieselautos für den Großteil der...

Dwalinn 04. Aug 2017

1. das kommt immer auf das Fahrzeug an 2. Besteht ein Akku nicht nur aus Lithium, wie...

ArcherV 03. Aug 2017

Die Luft in Stuttgart und Umgebung ist sehr schlecht. Komm mal an die Nordsee wenn du...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Arbeiten bei SAP
Nur die Gassi-App geht grad nicht

SAP bietet seinen Mitarbeitern einiges. Manchen mag das zu viel sein, aber die geringe Fluktuation spricht für das Softwareunternehmen.
Von Elke Wittich

Arbeiten bei SAP: Nur die Gassi-App geht grad nicht
Artikel
  1. Truth Social: Trumps Twitter-Klon erhält Milliarde von Investoren
    Truth Social
    Trumps Twitter-Klon erhält Milliarde von Investoren

    Für den Aufbau seiner Twitter-Alternative Truth Social hat sich der frühere US-Präsident Trump die Unterstützung unbekannter Investoren gesichert.

  2. Gerichtsurteil: Widerrufsrecht gilt trotz Preload von Computerspielen
    Gerichtsurteil
    Widerrufsrecht gilt trotz Preload von Computerspielen

    Nintendo hat seinen Onlineshop schon geändert: Ein Gerichtsurteil hat 14 Tage Widerrufsrecht beim Kauf von Games bestätigt.

  3. SpaceX: Das Starship für den Mars soll gebaut werden
    SpaceX
    Das Starship für den Mars soll gebaut werden

    Elon Musk hat via Twitter den Bau seines Mars-Starships angekündigt. Dazu schreibt der SpaceX-Gründer, dass es endlich Realität werden soll.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional Werkzeug und Zubehör • Corsair Virtuoso RGB Wireless Gaming-Headset 187,03€ • Noiseblocker NB-e-Loop X B14-P ARGB 24,90€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • Alternate (u. a. Patriot Viper VPN100 2 TB SSD 191,90€) [Werbung]
    •  /