Das Experiment fliegt
Einer der Wissenschaftler löst das Katapult aus. Das beschleunigt die Kapsel in 300 Millisekunden auf 170 km/h. Einen kurzen Moment lang ist sie an der Wand zu sehen, wie sie aus dem Katapultschacht kommend durchs eine, dann durchs andere Bild saust.
Wichtig ist in dem Moment, dass die Servoventile öffnen und die Katapultstange kontrolliert loslassen, um einen sanften Übergang von der Beschleunigung in die Schwerelosigkeit zu gewährleisten. Die Anfangsbeschleunigung der Kapsel kann ohnehin bis zu 30G betragen. Die übersteht nicht jedes Experiment - manche Tests können deshalb nicht per Katapultschuss, sondern nur im Fall durchgeführt werden.
Die Fallröhre ist geschützt
In der Phase vor dem Start sind alle Beteiligten hochkonzentriert. Durch die ungeheuren Kräfte, die bei der Beschleunigung auf die Kapsel übertragen werden, könnten theoretisch schwere Schäden an der Fallröhre entstehen. Dagegen ist das System aber mehrfach gesichert: einerseits ist die Decke der Fallröhre mit einer Sicherheitszone in Honigwabenstruktur ausgestattet, die einen Aufprall absorbieren würde, und andererseits sorgen computergestützte Überwachungssysteme dafür, dass die Beschleunigung im Notfall abgebrochen wird und die Crashzone niemals benötigt werden wird.
Das linke Bild, das den Katapultschacht zeigt, ändert sich. Etwas Gelbes mit einem weißen Kreis schiebt sich hinein: der Abbremsbehälter. Er ist wie ein Pendel aufgehängt und wird nach dem Start in drei Sekunden unter die Fallröhre geschwenkt. Er ist gut acht Meter hoch und mit 15 Kubikmetern Styroporkügelchen gefüllt. In dieses Styroporbad fällt die Kapsel. Deshalb auch der Konus: Er erleichtert das Eintauchen mit 170 km/h.
Styroporkügelchen fliegen
Wenige Sekunden nach dem Aufstieg ist die Kapsel erst kurz auf dem Bild zu sehen, das die Fallröhre zeigt. Dann stieben weiße Styroporkugeln auf - das war's. Die Wissenschaftler bekommen direkt auf ihre Rechner erste Daten sowie Bilder der Kameras, die sie in der Kapsel installiert hatten.
Einer der Zarm-Ingenieure leitet inzwischen den Druckausgleich in der Fallröhre ein. Dann wird er die Kapsel aus dem Styropor bergen, indem er mit einem Haken nach dem Gestell fischt. Mit dem Flaschenzug zieht er die Kapsel heraus und lässt sich auf den Boden herab. Zuvor hat er mit Druckluft noch das Styropor entfernt.
Die Kapsel wird dann geöffnet, die Wissenschaftler können ihren Aufbau begutachten, ihn eventuell modifizieren - und dann wieder vorbereiten für den nächsten Schuss am Nachmittag.
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| Es geht hauptsächlich um Raumfahrt |









Für alle, die vor dem regulären Physikunterricht die Schule verlassen haben/mussten: Why...
Interessante Frage. Es ist natürlich trotzdem so, dass das zuerst beschleunigte Objekt...
Nur dass man sich beim Fallschirmspringen selten in Schwerelosigkeit aufhält :D
Sehr kurzweilig und sehr interessant.