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Aus einer Kampagne von Verdi
Aus einer Kampagne von Verdi (Bild: Verdi)

Zalando-Beschäftigte: Arbeitsdruck lässt sich nicht lange aushalten

Aus einer Kampagne von Verdi
Aus einer Kampagne von Verdi (Bild: Verdi)

Laut einer Verdi-Umfrage können sich mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Erfurt nicht vorstellen, länger als zwei Jahre im Warenlager des Internetunternehmens Zalando zu arbeiten.

Rund die Hälfte der Teilnehmer einer Befragung der Gewerkschaft Verdi kann sich nicht vorstellen, länger als zwei Jahre bei dem Onlinehändler Zalando zu arbeiten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin der Spiegel, dem die Umfrage vorliegt. An der Studie nahmen 63 Arbeiter in Erfurt teil.

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Fast drei Viertel kritisieren einen hohen oder sehr hohen Arbeitsdruck. Jeder Dritte erklärte, schon einmal krank zur Arbeit ins Warenlager gegangen zu sein. In seinem größten Standort Erfurt hat Zalando 2.000 Beschäftigte.

Das Internetunternehmen kämpft mit einem wachsenden Ansehensverlust in der Bevölkerung, weil immer wieder Berichte über unmenschliche Behandlung der Lagerarbeiter in den Medien sind.

Der Thüringer Datenschutzbeauftragte wollte wegen der Überwachung von Beschäftigten im Erfurter Versandzentrum von Zalando aktiv werden. Eine RTL-Reporterin hatte mit Unterstützung von Günter Wallraff drei Monate verdeckt an dem Standort recherchiert. Über jeden Lagerarbeiter können die Vorgesetzten laut dem Bericht auf dem Bildschirm sehen, wann Waren aufgenommen und transportiert werden. An Spitzentagen lief die Journalistin nach eigenen Angaben in einer Achtstundenschicht bis zu 27 Kilometer. Sitzen ist bei den Teamleitern und Mentoren nicht gern gesehen. Regelmäßig werden Kollegen dem Bericht zufolge wegen Kreislaufzusammenbruchs oder anderer gesundheitlicher Probleme abtransportiert.

Über ähnliche Praktiken bei Zalando wurde bereits im Juli 2012 berichtet. Dabei ging es um ein Logistikzentrum in Großbeeren bei Berlin, das von dem niederländischen Unternehmen Docdata als Fulfillment-Dienstleister für Zalando betrieben wurde. Auch hier war das Sitzen während der Arbeit verboten und es gab zu wenige Toiletten. Um die Negativpresse loszuwerden, wurde der Standort vor einigen Monaten von Zalando aufgegeben.

Zalando-Beschäftigte berichteten Golem.de von Einschüchterungen durch Vorarbeiter und willkürlichen Kündigungen erkrankter Kollegen. Kaum ein Beschäftigter im früheren Standort Großbeeren war demnach viel länger als ein Jahr bei Zalando, dann fand der Versandhändler einen Grund, die fast immer befristeten Verträge nicht zu verlängern.


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Bouncy 27. Mai 2014

ok, gelesen: wenn man nicht gejammert hätte wären wir Leibeigene, nur durch Jammern sind...

Prinzeumel 26. Mai 2014

2 jahre die arbeitskraft aussaugen und fann weg mit dem (sorry) "menschenmüll" und neue...

Astorek 26. Mai 2014

Vermutlich gibts dann auch noch Sanktionen und Schikane vonseiten des Jobcenters auf den...

Lemo 26. Mai 2014

Das ist doch nicht Minecraft? DAs sind Schachteln als Körper auf nem Schuh



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