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Seit dem 13. Januar gilt die Payment Service Directive 2.
Seit dem 13. Januar gilt die Payment Service Directive 2. (Bild: Damien Meyer/AFP/Getty Images)

Verbraucherschützer und Banken warnen

Einschlägige Dienstleister werden hierzulande der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) unterstellt, brauchen von ihr eine Zulassung und erhalten nach ihrer Registrierung EU-weit Zutritt zum Zahlungsverkehrsmarkt. Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) soll laut den Brüsseler Vorgaben ein europäisches Verzeichnis aller legalen Drittdienste erstellen.

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Insgesamt sind die Unsicherheiten aber noch groß, wie die neuen Zugriffsrechte sich in der Praxis auswirken und was vom Datenschutz im Finanzgeschäft bleibt: "Immer mehr Anbieter werden sich überlegen, wie sie die Transaktionsdaten nutzen können", prognostiziert Sven Korschinowski von der Beratungsgesellschaft KPMG in der FAZ mit Blick auf Amazon, Facebook, Google & Co.

"Friss-oder-stirb-Lösung"

Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) warnt vor einer "Friss-oder-stirb-Lösung": Fremde Finanzfirmen könnten künftig beim Onlinebanking grundsätzlich bis zu drei Monate lang Transaktionen zurückverfolgen. Kunden seien nur in der Lage, einer Einsicht pauschal zuzustimmen oder eine solche abzulehnen. Es drohe der gläserne Verbraucher. Das Konto könnte zugleich "zum Marktplatz für alle möglichen Anbieter werden".

Der deutsche Bankenverband mahnt eindringlich: Der Kunde sollte sich vor einer Freigabe "genau die Informationen des Drittdienstes zu dessen Datenzugriff durchlesen, damit er die Tragweite seiner Zustimmung verstehen kann".

Zahlungsdiensterichtlinie macht Zahlungsverkehr sicherer

Der Bundestag hatte bereits im Sommer 2017 einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem er die neue Zahlungsdiensterichtlinie in nationales Recht umsetzte. Überstrahlt waren die neuen Befugnisse für die externen Dienste damals durch eine andere, zunächst mehr Aufsehen erregende Bestimmung: Wer online etwa eine Reise bucht und mit Kreditkarte zahlen will, muss nun keinen Aufschlag mehr dafür zahlen. Eingeschlossen sind "besonders gängige" Zahlungsmittel wie EC-Karten oder Kreditkarten von Mastercard oder Visa. Generell untersagt sind Zusatzgebühren bei allen Überweisungen und Lastschriftverfahren im Sepa-System. Bislang war nur vorgeschrieben, dass ein zumutbares Zahlungsmittel ohne zusätzliche Kosten angeboten wird.

Bei Zahlungen im Internet oder anderen "risikoreichen" Geschäften wie einer elektronischen Abbuchung über ein "Point of Sale"-Terminal müssen Dienstleister künftig für eine "starke Kundenauthentifizierung" sorgen. Eine solche erfordert mindestens zwei Elemente der Kategorien Wissen (also etwa ein Passwort), Besitz (einer Zahlungskarte) oder ein ständiges Merkmal des Kunden, wie es der Fingerabdruck darstellen kann. Die Komponenten müssen voneinander unabhängig sein. Wird ein Kriterium nicht erfüllt, darf die Zuverlässigkeit der anderen Kriterien also nicht beeinträchtigt sein.

Authentifizierung muss umfassender werden

Bei einem elektronischen Fernzahlungsvorgang muss der Authentifizierungsprozess zudem Elemente umfassen, die den Zahlungsvorgang dynamisch mit einem bestimmten Betrag und einem bestimmten Zahlungsempfänger verknüpfen. In Deutschland ist ein solcher flexibler Faktor nach Lesart der Regierung in der Regel bereits etwa durch die im Onlinebanking üblichen mTAN- oder photoTAN-Verfahren gegeben. Einschlägige Standards hat die EBA jüngst in einer Verordnung mit Zustimmung der EU-Kommission festgelegt. Die neuen Vorschriften zur starken Kundenauthentifizierung, mit der die iTAN abgeschafft werden soll, greifen damit erst 2019.

Zugleich hat der Gesetzgeber die Haftung der Verbraucher für unautorisierte Zahlungen von derzeit höchstens 150 auf 50 Euro gesenkt. Lastschriften lassen sich schon jetzt innerhalb von acht Wochen zurückholen. Dieses Erstattungsrecht wird nun gesetzlich verankert. Zudem hat sich die Beweislast zugunsten der Kunden geändert: Künftig muss der Zahlungsdienstleister Beweise vorlegen, um dem Nutzer Betrug oder grobe Fahrlässigkeit anzuhängen. Bei Fehlüberweisungen gilt eine Mitwirkungspflicht für den Dienstleister des Empfängers, damit das falsch überwiesene Geld wieder beim Absender ankommt.

 Zahlungsverkehr: Das Bankkonto wird offener

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Gaius Baltar 27. Jan 2018

PhotoTAN mit eigenem Gerät ist genauso wie ChipTAN mit Kartenleser und Display...

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Gaius Baltar 27. Jan 2018

Jetzt bin ich neugierig auf die Geschichte. :-)

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Baron Münchhausen. 24. Jan 2018

kwt

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Janw123 21. Jan 2018

Also, Amazon hat geantwortet: Guten Tag, die Umsetzung der EU-Richtlinie Payment Services...

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robinx999 21. Jan 2018

Wenn es hier darum geht vor neugierigen Blicken zu schützen . Ich zitiere mal aus dem...

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