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Zahlungssystem: EMV-Spezifikation verlängert Issuer-Identification-Nummer

EMVCo wird die Länge der IIN innerhalb der Pan um zwei Stellen verlängern. Hintergrund der Verlängerung ist eine Veränderung eines Iso-Standards und der Bedarf an mehr Nummern durch die Banken. Software-Aktualisierungen sind wahrscheinlich notwendig.

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Wichtige Kartensysteme müssen aktualisiert werden.
Wichtige Kartensysteme müssen aktualisiert werden. (Bild: Matt Cardy/Getty Images Europe)

EMVCo, ein Verbund aus American Express, Discover, JCB, Mastercard, Unionpay, und Visa, wird seine Zahlungsspezifikation ändern und die sogenannte Issuer Identification Number (IIN) verlängern. Das geht aus dem Ende Juli 2019 herausgegebenen Draft EMV Specification Bulletin No. 231 (PDF) hervor, über das EMVCo kürzlich informierte (PDF). Noch vor Jahresende 2019 will EMVCo die IIN von derzeit sechs Stellen auf insgesamt acht Stellen erhöhen. Sie ist Teil der sogenannten Primary Account Number (Pan). Mit der IIN wird das Institut, die Branche aber auch der Kartentyp übermittelt und hier gehen offenbar langsam die Nummern aus.

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Entsprechende Bestrebungen gibt es schon seit mehreren Jahren. Der Iso-Standard 7812-1:2017 setzt bereits auf eine längere IIN als Teil der Pan. Beim Einsatz von achtstelligen IINs verlangt die Iso mindestens eine zehnstellige Pan-Länge. So kurze Nummern sind aber äußerst ungewöhnlich.

Bestehende IIN, die Institutionen zugeteilt werden, wurden bereits um zwei Stellen verlängert und sollten bei Bedarf an die Registration Authority zurückgegeben werden, da die Iso davon ausgeht, dass nicht alle Nummern gebraucht werden. Kartensysteme wie American Express, JCB oder Visa haben recht viele Nummernblöcke in Gebrauch.

Mit der Änderung des Buchs 3 der EMV Integrated Circuit Card Specifications for Payment Systems ( Application Specification, Version 4.3, November 2011) setzt EMVCo dies bald um und bittet um Rückmeldungen bis Ende Oktober.

Der Standard soll dann bis Ende 2019 aktualisiert werden und 2021 in Kraft treten. Das alte IIN-Schema wird weiterhin unterstützt.

Für die auf diesen Zahlungsstandard aufsetzende Industrie heißt das eine größere Veränderung. EMVCo gibt an, dass Zahlungsterminals möglicherweise ein Softwareupdate benötigen, damit sie die achtstelligen IIN erkennen können. Andernfalls ist ein Abbruch der Zahlung zu befürchten. Auch Backend-Systeme müssen für das neue IIN-Schema angepasst werden.

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