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Zahlungspflichtige Wetterberichte: Google zu Millionenstrafe in Frankreich verurteilt

Google hat einen Werbetreibenden ausgeschlossen, der versteckt zahlungspflichtige Wetterberichte anbot. Darin sieht die französische Wettbewerbsbehörde einen Missbrauch der marktbeherrschenden Position und fordert viel Geld.

Artikel veröffentlicht am ,
Google-Suche in Frankreich
Google-Suche in Frankreich (Bild: Denis Charlet/AFP)

Google muss in Frankreich eine Strafe von 150 Millionen Euro zahlen, weil der Konzern seine marktbeherrschende Position bei der Suchmaschinenwerbung ausgenutzt hat. Wie die französische Wettbewerbsbehörde am 20. Dezember 2019 bekannt gab, seien Werbetreibende, die angeblich irreführende Anzeigen geschaltet hätten, zu Unrecht suspendiert worden.

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Die Regeln für die Werbeplattform Google Ads seien undurchsichtig und schwer verständlich. "Google hat für bestimmte Unternehmen, die von diesen Anzeigen leben, Macht über Leben und Tod", sagte Isabelle de Silva, Vorsitzende der Wettbewerbsbehörde. "Wir bestreiten nicht das Recht von Google, Regeln aufzustellen." Die Regeln müssten jedoch klar sein und für alle Werbetreibenden gleichermaßen gelten.

Google kündigte an, das Urteil vor Gericht anzufechten und fügte hinzu, das Unternehmen stehe zu seiner Entscheidung, sogenannte "ausbeuterische und missbräuchliche Anzeigen" von seiner Plattform zu entfernen. Der Fall geht ursprünglich auf eine vier Jahre alte Beschwerde von Gibmedia zurück, einem Betreiber von Wetterwebseiten. Google erklärte, dass Gibmedia Anzeigen für "Webseiten geschaltet habe, die die Nutzer dazu verleiteten, für den Service zu bezahlen", und dass Google auf Werbeeinnahmen verzichtet habe, um die Verbraucher vor Schaden zu schützen.

Der Fall hängt damit zusammen, dass große Technologieunternehmen, darunter Google und Facebook, in Frankreich und den USA einer zunehmenden kartellrechtlichen Kontrolle ausgesetzt sind. Im Streit über die neue Digitalsteuer in Frankreich haben US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron eine Einigung erzielt. Die französische Regierung hatte im Frühjahr 2019 die Einführung einer Digitalsteuer vorangetrieben. Betroffen von der Steuer sind etwa 30 Unternehmen. Sie sollen weltweit jährlich einen Umsatz von mindestens 750 Millionen Euro und in Frankreich mehr als 25 Millionen Euro erzielen.

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ernii 06. Jan 2020

Klingt ja irgendwie logisch, Google darf schon Leute von seinen Services ausschließen...

Airblader 23. Dez 2019

Lach. Wo warst du bei der Löschpflicht, als die Zeitungen geklagt haben oder bei den...

Blaubeere 22. Dez 2019

Facebook wäre wohl ein besseres Beispiel.

HarunHD 21. Dez 2019

Man melkt die amerikanischen Firmen?? Du verwechselst da ganz schön etwas. Außer amerika...


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