Zahlungsmittel: Ferrari akzeptiert Kryptowährungen
Ferrari hat damit begonnen, die Zahlung seiner Sportwagen mit Kryptowährungen zu akzeptieren, zunächst auf dem US-Markt.
Der italienische Luxusautohersteller Ferrari hat der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt, dass er in den USA Kryptozahlungen akzeptiere und die Kryptozahlungsoption aufgrund der steigenden Kundennachfrage ab Anfang 2024 auf Europa ausweiten werde.
Ferrari ist einer der ersten großen Automobilhersteller, der Kryptowährungen als Zahlungsmittel einsetzt. Das Unternehmen begründete den Schritt in die Kryptowelt mit der Nachfrage seiner überwiegend wohlhabenden Kundschaft.
Branchenriesen wie Tesla und Apple halten sich aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Volatilität von Kryptozahlungen zurück. Doch Ferrari sehe die Akzeptanz von Kryptowährungen als Chance, mit neuen potenziellen Käufern in Kontakt zu treten, berichtete die Nachrichtenagentur.
Ferrari wandte sich an den Kryptozahlungsabwickler Bitpay, um Transaktionen in beliebten Währungen wie Bitcoin und Ethereum abzuwickeln. Die Preise blieben gleich, egal, ob die Kunden mit Kryptowährungen oder traditionellen Währungen zahlten.
Der Autohersteller erklärte, dass die Nutzung von Bitpay ihn vor der Volatilität des Kryptomarktes schütze. Bitpay wandelt Kryptozahlungen für Ferrari und seine Händler sofort in Geld um.
Ferrari teilte mit, dass die meisten seiner US-Händler bereits Kryptozahlungen akzeptierten oder dies in Kürze tun wollten. Das System gelte für alle Neuwagenkäufe, einschließlich des Einstiegsmodells des Unternehmens.
Nach den USA will Ferrari im ersten Quartal 2024 auch in Europa, dem Nahen Osten und Afrika Kryptotransaktionen anbieten. Eine internationale Expansion in andere Regionen, in denen Krypto legal und beliebt sei, solle folgen, heißt es in dem Bericht.
Die USA und Europa sind Ferraris größte Märkte, auf denen in der ersten Hälfte des Jahres 2023 fast 60 Prozent der gesamten Autoverkäufe getätigt wurden.
Im März 2021 hatte Tesla kurzzeitig die Kryptowährung Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert. "Man kann jetzt auch einen Tesla mit Bitcoin kaufen", twitterte Firmenchef Elon Musk damals. Tesla tauschte die Bitcoins zunächst nicht in echtes Geld um, änderte dies allerdings etwa ein Jahr später.