Zahlungsdienstleister: Wirecard erhält 1 Milliarde US-Dollar von Softbank

Der japanische Technologiekonzern Softbank Group unterstützt Wirecard. Der Konzern wehrt sich gegen Betrugsvorwürfe.

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Boon von Wirecard
Boon von Wirecard (Bild: Wirecard)

Die japanische Softbank Group wird rund 900 Millionen Euro (1 Milliarde US-Dollar) über Wandelanleihen in Wirecard investieren. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, erhält Softbank damit einen Anteil von 5,6 Prozent an dem deutschen Unternehmen.

Die Investition des weltweit größten privaten Technologieunternehmens Softbank ist ein Vertrauensvotum für Wirecard, das sich gegen Betrugsvorwürfe wehrt.

Die beiden Unternehmen haben auch eine strategische Partnerschaft bekanntgegeben, in deren Rahmen Softbank Wirecard bei der Expansion in Japan und Südkorea unterstützen und Möglichkeiten bieten wird, mit anderen Firmen seines Portfolios in Bereichen wie Datenanalyse, AI und digitale Finanzdienstleistungen zusammenzuarbeiten.

Große Investoren von Wirecard kritisieren den Umgang des Zahlungsdienstleisters mit Bilanzproblemen in Singapur. Im Gespräch mit dem Handelsblatt forderten mehrere Fondsmanager den Dax-Konzern dazu auf, mehr Transparenz zu schaffen und seine Managementstrukturen zu reformieren. "Wirecard hätte gut daran getan, schon früher einen Prüfungsausschuss (des Aufsichtsrats) einzurichten", sagte Vanda Heinen von Union Investment. "Eine Personalunion von Aufsichtsrats- und Prüfungsausschussvorsitzendem lehnen wir ab."

Wirecard-Chef Markus Braun will auf die Kritik reagieren, auch sollen lokale Gesellschaften besser beaufsichtigt werden. Zudem deuten sich auf Spitzenebene Veränderungen an: Im Wirecard-Umfeld ist zu hören, dass man offen dafür sei, sowohl den Aufsichtsrat als auch den Vorstand zu erweitern.

Nach Berichten der britischen Financial Times über angebliche Unregelmäßigkeiten in Singapur war der Wirecard-Aktienkurs Ende Januar 2019 um rund 35 Prozent eingebrochen.

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