Zahlungsdienstleister: Paypal stellt App um und ermöglicht Spenden und Chats

Paypal erweitert sein Angebot in der hauseigenen App und bringt mehrere neue Funktionen. Hinzu kommt eine Möglichkeit zum Sammeln von Spenden und eine Nachrichten-Funktion für Privatkontakte. Zudem überarbeitet Paypal die Startseite der App, um Umsätze der Nutzer übersichtlicher darzustellen.
Auf dem Startbildschirm erhalten Nutzer eine kompakte Ansicht der Aktivitäten des Kontos und eine Zusammenfassung anstehender Ratenzahlungen. Das Verwalten der Zahlungsmittel wird ebenfalls erleichtert.
Gänzlich neu ist die Möglichkeit, Spenden via QR-Code einzusammeln. Das System läuft über das Generosity Network und erlaubt es, mit wenigen Einstellungen eine Seite für einen Spendenaufruf zu erstellen. So können Nutzer maximal 30 Tage lang bis zu 20.000 Euro sammeln.
An den Spenden verdient Paypal laut Gebührenordnung(öffnet im neuen Fenster) mit. 2,49 Prozent vom Betrag wandern zuzüglich einer fixen Gebühr an die Plattform. Für QR-Code-Transaktionen gelten die Transaktionskosten für gewerbliche Anbieter.
Chatfunktion für Privatanwender
Neu ist außerdem eine Chat-Funktion innerhalb der App, die es Privatkontakten erlaubt, miteinander zu kommunizieren. Dies soll Transaktionen erleichtern oder auch einfach einen schnellen Dankesgruß ermöglichen. Bislang war es nicht möglich, abseits von kurzen Nachrichten im Anhang einer Zahlung innerhalb der App zu kommunizieren.
In den USA ist Paypal schon einen Schritt weiter. Dort will man künftig eine Art Bank darstellen und innerhalb der App zum Beispiel das Ansparen von Kryptowährungen ermöglichen. Auch die Abwicklung von herkömmlichen Überweisungen oder Daueraufträgen ist dort Teil der App. Ob oder wann Paypal die digitalen Sparbücher und Konten auch in Deutschland starten möchte, ist bislang offen. Es wird jedoch deutlich, dass man offenbar eine Direktbank werden will und dafür nun den Weg ebnet.