Android: Whatsapp-Testabo wird nicht mehr kostenlos verlängert

Die SMS-Alternative Whatsapp ist für Android-Nutzer – ein entsprechender Datentarif vorausgesetzt – bisher nicht mit weiteren Kosten verbunden gewesen. Das könnte sich jetzt ändern, wie die Blogger von Mobiflip schreiben(öffnet im neuen Fenster) . Es seien mehrere Whatsapp-Nutzer mit Android-Betriebssystem seit Anfang November 2012 aufgefordert worden, "ihr Abo kostenpflichtig zu verlängern" , heißt es – und zwar für 0,99 US-Dollar pro Jahr. Das sind umgerechnet rund 0,80 Euro.
Im offiziellen Blog des Unternehmens(öffnet im neuen Fenster) ist seit langem angegeben, dass nach einem Jahr eine Abogebühr für "Android, Blackberry, Windows Phone und Nokia fällig wird" . Bisher verlängerte sich der kostenlose Nutzungszeitraum automatisch immer um ein weiteres Jahr.
Bereits Anfang dieses Jahres waren Kettennachrichten von Nutzern weitergesendet worden, in denen von "monatlichen Kosten in nächster Zeit" die Rede war(öffnet im neuen Fenster) . Das hatte sich als ein Hoax herausgestellt, wie die Entwickler damals auf dem Unternehmensblog aufklärten(öffnet im neuen Fenster) .
Außerdem berichtet Mobiflip, dass einige Nutzer "von Haus aus ohne App-Kauf eine sehr lange Gratislaufzeit verpasst bekommen haben" . Auch das könnte gegen eine plötzliche Gebührenpflicht bei Whatsapp sprechen. Eine offizielle Stellungnahme der Entwickler zu den aktuellen Zahlungsaufforderungen blieb bisher aus.
Für Apple-Nutzer dürfte sich hingegen nichts ändern, denn die haben beim Kauf bereits einmalig 89 Cent für Whatsapp ausgegeben und sich damit eine kostenlose Nutzung gesichert. Auch Umsteiger von iOS auf ein Android-System können theoretisch ihren Whatsapp-Account behalten und weiterhin kostenfrei nutzen, wenn die Telefonnummer dieselbe geblieben ist. Denn darüber wird der Nutzer verifiziert.
Nach Angaben des Unternehmens(öffnet im neuen Fenster) wurden im August 2012 rund 10 Milliarden Nachrichten pro Tag über den Dienst verschickt. Dass Whatsapp so erfolgreich ist, liegt auch an der einfachen Bedienung. Nach der Installation muss sich der Nutzer nur per SMS verifizieren.
In den vergangenen Monaten machte das Unternehmen wegen Sicherheitslücken negative Schlagzeilen . Mittlerweile hat Whatsapp aber nachgebessert und zumindest werden Nachrichten nicht mehr unverschlüsselt übertragen(öffnet im neuen Fenster) . Wer trotzdem einen anderen kostenfreien Messenger nutzen will, findet zahlreiche Alternativen für fast alle Plattformen .



