Zahlungsabwickler: Stripe ist 95 Milliarden US-Dollar wert
Der Online-Zahlungsdienstleister Stripe hat in einer neuen Finanzierungsrunde eine Bewertung von 95 Milliarden US-Dollar erreicht. Wie die britische Financial Times berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wird Stripe damit zum wertvollsten Privatunternehmen im Silicon Valley. Bei der jüngsten Finanzierung – mit einem Volumen von 600 Millionen US-Dollar – gehören die irische National Treasury Management Agency, die Allianz, Fidelity, Baillie Gifford, AXA und Sequoia Capital zu den Geldgebern.
Stripe wurde im Jahr 2010 von den irischen Brüdern Patrick und John Collison gegründet. Der Hauptsitz von Stripe ist in San Francisco. In weniger als einem Jahr hat sich die Bewertung der Firma fast verdreifacht. Stripe ist aber weiter nicht börsennotiert, wird nicht öffentlich gehandelt und kann so finanzielle Kennzahlen wie Umsatzerlöse oder Rentabilität geheim halten. Zudem kann so längerfristig investiert werden, ohne unter dem Druck zu stehen, Quartalsberichte mit Umsatz- und Gewinnsteigerungen vorzulegen, um den Börsenkurs zu steigern.
Stripe wendet sich nicht selbst an Endkunden, sondern ist Zahlungsabwickler für Uber, Facebook Pay, Instagram, Zoom, Salesforce und Atlassian sowie E-Commerce-Dienste wie Shopify, Instacart und Deliveroo.
Die bei Facebook entwickelte Digitalwährung Libra unterstützt Stripe nicht mehr. Zusammen Paypal, Visa oder Mastercard hat man das Projekt im Oktober 2019 , kurz vor der Gründung der Libra Association, verlassen. Grund für den Rückzug war die massive Kritik von Politikern und Behörden, vor allem aus den USA und Europa. Damit verbunden ist ein massiver regulatorischer Widerstand. Sie befürchteten eine Vormachtstellung von Facebook.
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