Zahlungsabwickler: Start-Up Stripe kommt nach Deutschland

Die Online-Bezahlplattform Stripe will in Deutschland(öffnet im neuen Fenster) ein breiteres Service-Angebot als die Konkurrenz bieten. "Wir wollen ein Anbieter für alle möglichen Belange eines Online-Geschäfts sein" , sagte Mitgründer John Collison zum offiziellen Deutschland-Start am 22. Juni 2017.
Zusätzlich zur Zahlungsabwicklung biete Stripe eine Plattform zur Datenanalyse an, die den Unternehmen anzeigt, über welche Zahlungswege das Geld kommt oder welche Rechnungen noch offen sind. In der Zukunft könnte Stripe auf dieser Basis auch konkrete Empfehlungen für die Firmen abgeben.
In Deutschland bietet Stripe gemäß den Gewohnheiten der hiesigen Verbraucher als Bezahlmethoden nicht nur Kreditkarten, sondern auch Giropay und Sofortüberweisung an. Zu den Pilotkunden gehören der Web-Dienstleister Jimdo, der Putzhilfe-Vermittler Book A Tiger und Daimlers Plattform Croove zur Vermietung privater Autos.
Stripe will nicht mit Endkunden direkt ins Geschäft
Deutschland ist das 18. Land für das Start-up, das 2011 an den Start gegangen ist. Stripe habe nach wie vor keine Pläne, direkt ins Geschäft mit Verbrauchern zu gehen, betonte Collison. "Wir sind zufrieden damit, ein Infrastruktur-Anbieter zu sein."
Für Betreiber einer Plattform oder eines Marktplatzes übernimmt Stripe Connect die Verwaltung der Zahlungsströme, die Verifizierung von Plattform-Konten, die Einhaltung von Compliance-Anforderungen und den Kontenabgleich.
Die Preisgestaltung liegt bei 1,4 Prozent und 25 Cent für europäische Kreditkarten und 2,9 Prozent und 25 Cent für außereuropäische Karten. Auch Bezahlmethoden wie Apple Pay und Android Pay würden unterstützt. Zahlungsmethoden können mit der Stripes-API Sources implementiert werden.



