Zahlungsabwickler: Neue Paypal-AGB erlauben Werbeanrufe und SMS
Paypal gibt sich neue AGB, die dem Bezahlungsabwickler ermöglichen, mit Nutzern durch "automatische Anruffunktion oder voraufgezeichnete Anrufe und Textnachrichten" in Verbindung zu treten. Dabei will Paypal auch Rufnummern verwenden, die der Nutzer nicht in seinem Konto hinterlegt hat: Wie die Washington Post(öffnet im neuen Fenster) aus den AGB berichtet, würden dafür Telefonnummern verwendet, die sich Unternehmen "anderweitig besorgt" hat.
Die neuen AGB(öffnet im neuen Fenster) gelten ab dem 1. Juli 2015 in den USA. Golem.de hat bei Paypal angefragt, ob und wie sich die AGB-Änderung auf Deutschland auswirkt. Wir werden diese Nachricht entsprechend aktualisieren.
In den Nutzungsbedingungen gibt sich Paypal auch das Recht, seinen Nutzern "Umfragen oder Fragebögen" und "Angebote und Aktionen" zu senden.
Die AGB-Änderungen haben einen konkreten Anlass: "Aufgrund der Tatsache, dass Paypal und Ebay demnächst nicht mehr zur gleichen Unternehmensgruppe gehören werden, sondern als unabhängige Unternehmen agieren, fallen die jetzt angekündigten Änderungen ausführlicher aus als sonst", teilt der Zahlungsabwickler mit.
Wer den neuen AGB nicht zustimmt, muss damit rechnen, dass das Nutzerkonto "innerhalb von 30 Tagen geschlossen wird". Auf Nachfrage der Washington Post versicherte ein Sprecher, dass Paypal Kundenwünsche respektiere, wenn diese nicht "automatisch angewählt oder keine voraufgezeichneten Anrufe empfangen wollen".
Nachtrag vom 8. Juni 2015, 18:54 Uhr
Eine Paypal-Sprecherin sagte Golem.de: "Die Medienberichte über automatisierte Anrufe und Nachrichten beziehen sich auf die Änderungen der allgemeinen Geschäftsbedingungen von Paypal in den USA. Diese Änderungen gelten nicht für Deutschland."
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