Z790-Mainboards: Intels neues 2,5-GBit-Ethernet-Modul läuft instabil
Mit den neuen Raptor-Lake-SoCs integriert Intel auch leistungsfähige Netzwerkmodule vom Typ Intel 1226-V. Allerdings scheint das 2,5-GBit-Ethernet-Modul Probleme zu machen. Mehrere Kunden berichten von Netzwerkausfällen und Verbindungsabbrüchen. Es handelt sich dabei offenbar um ein verbreitetes Problem. Berichte sind in Support-Foren von Intel(öffnet im neuen Fenster) , Asus(öffnet im neuen Fenster) und Microsoft(öffnet im neuen Fenster) seit Dezember 2022 zu finden. Auch meldeten sich mehrere Nutzer auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) zu Wort.
Dabei wurde stets ein ähnliches Verhalten beobachtet. Während das Netzwerk ausgelastet wird, etwa beim Spielen oder Streamen, friert der Adapter kurz ein und funktioniert nicht mehr. "Der Intel Ethernet Controller 1226-V verliert ständig die Verbindung mit Event 27 im Fehler-Log" , schreibt ein User auf Reddit. Das bestätigt eine weitere Person im Intel-Forum.
Intel hat noch keine Stellungnahme
Die meisten Betroffenen verwenden ein neues Z790-Board von Asus, etwa das Z790 Hero oder das Z790-F Gaming Wi-Fi. Allerdings ist Asus der Mainboard-Hersteller mit den meisten Z790-Boards im Sortiment. Deshalb wundert es nicht, dass der Fehler dort häufig auffällt. Ein Workaround scheint zu sein, auf ein alternatives Netzwerkmodul umzusteigen. Einige User haben etwa auf das WLAN umgeschaltet, andere eine dedizierte Netzwerkkarte in den freien PCIe-Slot gesteckt.
"Wir sind uns dieser Berichte bewusst und untersuchen sie aktiv." , schreibt Intel in einer Stellungnahme an Golem.de. Es handelt sich dabei wohl um das gleiche Fehlverhalten, das schon beim direkten Vorgänger 1225-V auftrat. Auch bei diesem Netzwerkadapter waren Ausfälle nicht selten. Er läuft aber stabil, wenn der 2,5-GBit-Modus abgeschaltet und einfach nur 1-GBit-Ethernet genutzt wird. Eventuell funktioniert das auch beim neuen 1226-V. Allerdings haben viele Kunden die teuren Mainboards sicher auch wegen des schnelleren Netzwerkadapters gekauft. Umso ärgerlicher wäre es, darauf verzichtet zu müssen.
Nachtrag vom 24. Januar 2023, 15:53 Uhr
Intel hat Golem.de per E-Mail eine Stellungnahme zugesendet. Wir haben den Text um das entsprechende Zitat ergänzt.
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