Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

z15-Mainframe: IBM will 7-nm-Chips bei TSMC fertigen lassen

Statt weiterhin Globalfoundries als Partner zu haben, soll sich IBM dafür entschieden haben, seine nächsten Mainframe-CPUs bei der TSMC herzustellen zu lassen. Damit würde einer der letzten großen Kunden zur Konkurrenz wechseln.
/ Marc Sauter
7 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Mitarbeiter konfigurieren z14-Mainframes. (Bild: Connie Zhou for IBM)
Mitarbeiter konfigurieren z14-Mainframes. Bild: Connie Zhou for IBM

IBM arbeitet daran, die vermutlich z15 genannte Generation an Mainframe-Prozessoren beim Auftragsfertiger TSMC im 7-nm-Verfahren produzieren zu lassen. Das berichtet die üblicherweise gut informierte japanische Tageszeitung Nikkei(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Quellen in der Zuliefererkette. IBMs aktuelle CPU für die z14-Mainframes wird bei Globalfoundries im 14HP genannten Verfahren gefertigt, der Node wurde zuvor von IBM an GloFo lizenziert.

Die TSMC ist der weltweit größte Auftragsfertiger und hat für den eigenen 7-nm-Prozess mannigfaltige Kunden wie AMD, Apple, Cavium, Huawei, Marvell, Nvidia und Qualcomm. Deren Chips werden von Smartphones über SSD-Controller bis hin zu Servern eingesetzt, wenngleich sehr große Prozessoren erst in den kommenden Monaten vom Band laufen dürften. AMDs Vega 20 genannte GPU für die Radeon Instinct MI60 fällt mit 331 mm² deutlich kompakter aus als IBMs aktuelle z14-CPU für die gleichnamigen z14-Mainframes.

Solche Systeme sind heutzutage zwar viel seltener als etwa die massig vorhandenen Datacenter/Cloud-Server, in der Finanzindustrie oder bei Flugbuchungen bilden sie aber weiterhin den vorherrschenden Standard. Für die z14-Serien nutzt IBM gleich zwei Prozessoren: Jeder Server besteht aus vier Drawern und jeder davon umfasst sechs CP-Prozessoren sowie einen SC-Chip. Der CP (Central Processor) ist die eigentliche CPU mit Rechenkernen samt Speichercontoller, der SC (System Controller) dient als Interconnect und Puffer-Stufe. Zusammen liefern sie 240 CPU-Kerne, wovon 196 für Kunden verfügbar sind, und sprechen bis zu 32 Terabyte DDR4-Arbeitsspeicher an.

Mit jeweils 696 mm² Fläche und bestehend aus 6,1 Milliarden Transistoren (CP) sowie 9,7 Milliarden Transistoren (SC) sind die Chips im 14HP-Verfahren sehr groß – wir sind daher gespannt, was für ein Design sich IBM für die z15 hat einfallen lassen.


Relevante Themen