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Yuzu-Sperrung: Nintendo lässt 8.535 Github-Repositories löschen

Offiziell wird der Yuzu- Emulator schon eine Weile nicht mehr angeboten. Nun sollen auch Forks und Klone gesperrt werden.
/ Martin Böckmann
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Nintendo beschützt sein geistiges Eigentum wie kaum ein anderer Konzern. (Bild: Lukas Schulze/Getty Images)
Nintendo beschützt sein geistiges Eigentum wie kaum ein anderer Konzern. Bild: Lukas Schulze/Getty Images

Nintento hat durch einen DMCA(Digital Millennium Copyright Act)-Takedown-Request die Löschung von 8.535 Github-Repositories(öffnet im neuen Fenster) mit Code des Nintendo-Switch-Emulators Yuzu erwirkt. Nachdem Nintendo durch eine Klage erfolgreich die Einstellung von Yuzu erwirkt hatte , begannen Fans damit, den Code in eigenen Repositories zu archivieren und teilweise in Form von Forks weiterzuentwickeln.

In der Takedown-Notiz heißt es, die betroffenen Accounts "gewähren Zugriff und bieten den Code des Yuzu-Emulators" . Yuzu würde außerdem "technische Schutzmaßnahmen von Nintendo umgehen und das Ausführen illegaler Kopien von Spielen ermöglichen" . Schutzmaßnahmen einiger Forks, die einen echten kryptografischen Schlüssel aus einer Switch-Konsole erfordern, reichen Nintendo offenbar ebenfalls nicht.

Neben dem Rechtsstreit um den Emulator selbst lässt Nintendo auch immer wieder andere Inhalte rund um die eigenen Spiele entfernen. So wurde Garry Newman, Entwickler der Physik-Sandbox Garry's Mod dazu aufgefordert, alle Inhalte, die auf geistigem Eigentum von Nintendo basieren, aus dem Spiel zu entfernen(öffnet im neuen Fenster) . Laut Newman sind dabei Inhalte aus einem Zeitraum von 20 Jahren betroffen.

Bekannt für hartes Vorgehen

Auch gegen augenscheinlich rein positive Inhalte wie Youtube-Videos und Gaming-Livestreams von Nintendo-Spielen ist der Konzern in den vergangenen Jahren immer wieder juristisch vorgegangen, selbst dann, wenn von den Erstellern gar keine Gewinnabsicht vorhanden war, sondern sich lediglich mit dem Spiel befasst wurde.

Dass illegale Kopien ein kommerzielles Problem für Nintendo sind, ist zumindest fraglich. Laut Nintendo sollen eine Million Spieler den Vorab-Leak von The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom über Emulatoren gespielt haben. Später verkaufte Nintendo eigenen Angaben zufolge dennoch 20 Millionen Kopien des Titels, obwohl Emulatoren weiterhin existieren.


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